Captain Capa spielten Electropop im Schlachthof

Harte Beats von zarten Seelen

In seinem Element: Hannes Naumann. Foto:  Hein

Kassel. Beim Bühnenumbau nach der Kasseler Vorgruppe E-Oma lassen sie sich viel Zeit. Maik Biermann und Hannes Naumann von Captain Capa gehen ihr Konzert im Schlachthof gelassen an. Schlendern durch die Gänge, grüßen ihr Publikum, als wäre es die eigene Clique und pflegen dabei ihr Image der netten Thüringer Jungs von nebenan. Doch kaum auf der Bühne, elektrisiert das Duo die Meute - ein junges Publikum in Feierlaune - und wie auf Knopfdruck werden sie zu Profis. Ihr Electropop ist schnell, laut, energiegeladen. Eine Schublade ist schwer zu finden. Irgendwo zwischen Britpop, Emorock und Rave, immer mit viel Fantasie.

Es ist Musik mit harten Beats zum Abfeiern. Captain Capa singen eigene Texte auf Englisch und auf Deutsch, die bei dem markanten Sound in den Hintergrund rücken.

Auf der Bühne sieht man ein eingespieltes Team. Inmitten von Gitarre, Synthesizer und Sequenzer zeigen sie Körpereinsatz, und man merkt, dass die beiden Spaß an ihrer Musik haben. Mit einer Hand an den Reglern, in der anderen das Mikro oder die Gitarre. Captain Capa stehen nie still, und ihre gute Laune ist ansteckend. Es entsteht eine entspannte Atmosphäre bei Entertainment und lockeren Sprüchen: „Jetzt ein Song, der eigentlich zu hart ist für unsere zarten Seelen.“

Die knapp hundert Fans brachte das Duo zum Tanzen. Genauso gut kann man sich vorstellen, dass Maik Biermann und Hannes Naumann einen Dancefloor mit tausend rocken. Aber noch sind die Gewinner des New Music Award 2011 ein Insidertipp.

Dass ihr jüngstes Album „Saved My Life“ von dem angesagten Hamburger Label Audiolith Records herausgebracht wurde, deutet jedoch darauf hin, dass sie das nicht lange bleiben werden.

Von Joséphine Hein

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