Viel Gelächter bei „Die letzte Lüge“ mit Katharina Wackernagel

Heimspiel im Bali

Hatten Spaß im Bali: von links Katharina Wackernagel, ihr Bruder und Regisseur Jonas Grosch und Marie Burchard. Foto: Fischer

Kassel. Eine ungewöhnliche Veröffentlichung für eine ungewöhnliche Komödie: Mit seinem neuen Film „Die letzte Lüge“ tourt Regisseur Jonas Grosch derzeit mit einer Mischung aus Filmvorführung und Livekonzert durch die deutschen Kinos. Neben der Band The Busters sind auch die beiden Hauptdarstellerinnen mit dabei: Marie Burchard und die in Kassel aufgewachsene Katharina Wackernagel. Klar, dass die Vorstellung im Bali-Kino am Mittwoch für die 32-Jährige zum Heimspiel wurde.

Das Publikum hatte an diesem Abend großen Spaß. Am Anfang stand Groschs etwas verworrene Komödie, in der er Beziehungsdramen mit Musicaleinlagen und Gehörlosen-Humor verbindet: Zwei Pärchen – gespielt von Wackernagel und Burchard sowie ihren männlichen Kollegen Leander Lichti und Sebastian Schwarz – betrügen sich gegenseitig in einer Vierecks-Beziehung. Reinen Tisch will man ausgerechnet beim gemeinsamen Osterfest machen.

Der Mix aus Versteckspiel, Leidenschaft und schrägen Dialogen sorgte für viel Gelächter im Publikum – je zotiger der Humor, desto lauter. Szenenapplaus gab es unter anderem für Gebärdensprachen-Lehrer Peter, der beim Kochen mit seiner heimlichen Liebe Lucy „Knet mir meine Rute, du geiles Stück“ signalisiert. Mitgewippt wurde bei den Musical-Einlagen, die den Film auflockern.

Wo die Musik spielt, zeigten The Busters im Anschluss an die Vorführung mit Gitarre, Tuba, Trompete und Akkordeon. Gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellerinnen präsentierten die Musiker drei der Musicalstücke, die sie für die Komödie komponiert und produziert hatten. Vor allem Marie Burchard überzeugte dabei mit ihrer ausdrucksstarken Stimme.

Beim Publikumsgespräch stand dann Lokalmatadorin Wackernagel im Mittelpunkt und plauderte über die Arbeit am Filmset, vom Lernen der Gebärdensprache bis zum Essen, das sie regelmäßig für die Filmcrew kochte. Die Frage nach der ungewöhnlichen Art der Veröffentlichung des Films als Kinotour mit anschließendem DVD-Verkauf beantwortete ihr Bruder Jonas Grosch: „Es ist ein kleiner Film, und wir haben nicht so viel Geld, um ihn mit riesigem Werbe-Tamtam groß in die Kinos zu bringen.“

Wenn dabei jedes Mal ein so amüsanter Abend herauskommt, kann man sich nur der Botschaft anschließen, die eine begeisterte Zuschauerin an das Team richtet: „Möge das den Erfolg haben, den ihr euch wünscht.“

Von Simon Neutze

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.