Jan Seghers las in der Märchenwache aus seinem neuen Buch „Die Akte Rosenherz“

Heimspiel für den Krimiautor

Autor Jan Seghers

SCHAUENBURG. Er ist in Baunatal aufgewachsen, und auch wenn er seit einem Vierteljahrhundert in Frankfurt lebt, ist die Verbindung zur „alten Heimat“ noch stark. Das zeigte sich bei der Lesung des Krimiautors Jan Seghers (alias Matthias Altenburg) in der Schauenburger Märchenwache, zu der zahlreiche Fans herbeigeströmt waren.

Seghers, der sein Pseudonym, wie er im Gespräch erläuterte, zu Ehren der von ihm verehrten Schriftstellerin Anna Seghers gewählt hatte, stellte seinen vierten Krimi mit dem Frankfurter Kommissar Marthaler vor.

Diesmal ermittelt Marthaler ohne Genehmigung seiner Behörde, denn er ist selbst betroffen - seine schwangere Freundin Tereza wurde beim Überfall auf einen Kunsttransport schwer verletzt. Die Spur führt zurück zum Mord an einer Frankfurt Edelprostituierten in den 60er-Jahren, der - ähnlich dem Fall Nitribitt - nie aufgeklärt wurde.

So einen Fall hat es tatsächlich gegeben, und Seghers’ Bericht über seine Recherchen konnte es an Spannung mit der Krimihandlung fast aufnehmen.

Marthaler zur Seite steht diesmal eine junge Journalistin aus Hamburg, Anna Buchwald, die sich die verschwundene Akte Rosenherz besorgt hat und über den Fall schreiben möchte. Beide sind unangepasste Typen, die sich erst aneinander gewöhnen müssen.

So hat der gut aufgebaute Roman neben einer starken Spannung auch seine menschlich komischen Seiten. Marthaler hat ordentlich zu tun, ehe der Fall gelöst ist. Heftiger Beifall für den Autor und seinen Helden, um den sich die -Fans keine Sorgen machen müssen - der fünfte Marthaler-Krimi ist in Arbeit. Foto: C.S.

Jan Seghers: Die Akte Rosenherz. Wunderlich Verlag, 480 Seiten, 19,95 Euro.

Von Claudia v. Dehn

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