ImproKS und Square spielten im Theaterstübchen

Ein herrlich absurdes Abenteuer - Improvisationstheater  im Theaterstübchen

Genial-spontan: Peter Schoner (verdeckt, von links), Norbert Deeg, Carola Fährmann, Claudia Wilke, Martin Esters. Foto:  Schmidt

Kassel. Fünf Schauspieler der Kasseler Improvisationstheatergruppe ImproKS und der Frankfurter Gruppe Square spielten sich am Mittwoch im Theaterstübchen mit viel Lust am Klamauk durch ihre an diesem Abend live auf der Bühne erfundene Weihnachtsshow „Hessen à la carte“.

Als Beweis, dass sie der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit gerecht werden, brachten die Schauspieler zwei Szenen parallel auf die Bühne. Und weil es ja eine Weihnachtsshow werden sollte, fehlte auch eine Kaufhaus-Szene nicht, in der ein brüllender Verkäufer darauf bestand, grundsätzlich alles umtauschen zu können, egal ob der Kunde nun den Spielzeug-Traktor in Rosa, aus Budapest, mit oder ohne Fußpedal oder doch als Flugzeug wolle.

Für die Kriminalgeschichte im Anschluss wünschte sich das Publikum als Mörder einen Pfarrer, als Leiche einen Gärtner, als Tatort eine Telefonzelle, als Mordwerkzeug ein Kabel und Habgier als Motiv. In einer Verhörszene verknüpfte Claudia Wilke von ImproKS als verdächtigter Pfarrer diese Vorgaben zu einer herrlich absurden Geschichte. Pfarrer war die Nonne übrigens nach einer Geschlechtsumwandlung geworden, um in der Kirche auch was werden zu können.

Als Höhepunkt entsponnen die Kasseler Carola Fährmann, Claudia Wilke und Peter Schoner und die Frankfurter Norbert Deeg und Martin Esters ein Weihnachtsfilmfest. Zum Lieblingsfilm entpuppte sich ein Piratenabenteuer, in dem sich Kapitän Flint (Martin Esters) zwischen Goldschatz und Schwiegermutter entscheiden musste.

Mal naheliegend, mal sehr speziell waren die Vorgaben aus dem Publikum. Die Schauspieler improvisierten daraus mehr oder weniger komplexe Geschichten, die aber immer wieder genial-spontan waren und das Publikum laut lachen ließen. Die Komik entstand dabei meistens daraus, mit welcher Selbstverständlichkeit die Schauspieler die absurden Spielvorgaben aufgriffen und aus ihnen und den Versatzstücken bekannter Geschichten neue erfanden.

Von Valerie Schmidt

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