Hervorragende Leistungen beim Hugo-Staehle-Festival

Überzeugte mit einer Scarlatti-Sonate: Anamaria Bilandzicˇ aus Kroatien. Foto: Herzog

Baunatal. Viele glückliche Gesichter sah man am Donnerstag beim Abschlusskonzert im bestens gefüllten Foyer der Baunataler Musikschule. Hände wurden geschüttelt, Dank hin und her gereicht und bisweilen auch gestaunt, wie weit manche der geladenen Nachwuchspianisten schon sind.

Bemerkenswert, was diese Rohdiamanten, die meisten zwischen 18 und 22 Jahren jung, in puncto Hingabe, Spielkunst und Disziplin ablieferten.

Ebenso bemerkenswert aber war auch die persönliche Aura dieses international besetzten Einladungsfestivals. Aus Italien, Dänemark, Russland, Kroatien und Deutschland waren Teilnehmer angereist - mit ihren Lehrern. Und wo kamen die alle unter? „Ganz Guntershausen hat uns dabei geholfen und die Kirche“, strahlte die Organisatorin Elena Urvalov und gab das Lob sogleich an Dr. Lorenz Becker von der Louis-Spohr-Stiftung weiter, der „guten Seele dieses Festivals“, wie Landrat Uwe Schmidt ihn in seiner Abschlussrede nannte.

Bis zu 60 Stunden pro Woche hat sich Becker ehrenamtlich reingekniet. Bei den jungen Tastenkünstlern standen Kompositionen von Sergej Rachmaninow (1873-1943) ganz oben in der Gunst. Die aus Russland stammenden Mikhail Korshunov (19 Jahre) und Alexey Demchenko (23 Jahre) mit dem Prélude d-Moll op. 23 und den Préludes Ges-Dur und B-Dur aus op. 23 sowie Evgeni Petrichev (12 Jahre) aus Deutschland mit Etude-Tableau op. 33,2 ließen großes Potenzial aufblitzen.

Sie seien hier nur beispielhaft erwähnt, denn alle 20 jungen Künstler zeigten gute bis ausgezeichnete Leistungen. Auch mit Kompositionen von Beethoven, Bach, Mozart, Chopin, Schumann und Scarlatti spielten sich die jungen Musiker, drei von ihnen im Kükenalter zwischen sechs und neun, in die Herzen des Publikums.

Am Ende des Abschlusskonzertes gab es für alle Teilnehmer Blumen und eine Urkunde. „Ich hoffe, dass bei diesem Kulturaustausch Freundschaften geknüpft wurden“, sagte Landrat Uwe Schmidt.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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