Chris de Burgh spielte vor dem Schloss Wilhelmsthal in Calden und begeisterte die 2600 Besucher

Er hat die Herzen erreicht

Ein Auftritt voller Erinnerungen: Chris de Burgh spielte vor Schloss Wilhelmsthal. Foto: Schachtschneider

Calden. Kleine Statur, große Gefühle: Das ist Chris de Burgh. Mit seinen melodramatischen, zärtlichen Balladen und einigen Mainstream-Hits besitzt der in Argentinien geborene irische Musiker bei seinen Fans den Kultstatus einer lebenden Legende. Über 45 Millionen Alben hat er verkauft. Am Sonntag gastierte de Burgh mit kleiner Band auf dem Gelände von Schloss Wilhelmsthal in Calden bei Kassel.

Dass kein Rock-, sondern ein Schmusekonzert anstand, machte schon die durchgehende Bestuhlung deutlich. Mit „The Storm“ begrüßt der 66-Jährige die 2600 Besucher musikalisch, mit einem Schmeichler in Sachen WM auch verbal: „ Germany Weltmeister, Brazil – oh, oh.“ Das Lied „Missing you“ folgt, davor die Ansage „Ich habe euch vermisst, Deutschland.“ So wollen die Fans ihn hören.

Chris de Burgh weiß das, präsentiert sich als souveräner Entertainer. Zwischen 50 und 60 Jahre alt sind die meisten Besucher. Mitte der 70er-Jahre war de Burgh hierzulande noch ein Geheimtipp, dann folgte ein rasanter Aufstieg. Erinnerungen sind ein starkes Band.

Begeisterung wächst

Es dauert dennoch fast 40 Minuten, bis der Funke zum Publikum überspringt. Dann aber weitet sich die Begeisterung zunehmend zu einem Flächenbrand aus. Immer mehr Besucher springen von den Plätzen auf, immer mehr finden sich vor der Bühne ein, reichen ihm Geschenke. „Für Dich“, steht auf einem drauf. „Heißt hier jemand für dich?“, fragt der Sänger witzelnd seine Band. Das Programm hat er in Blöcke aufgeteilt. De Burgh mit Band, de Burgh ohne, nur er und seine Gitarre – für viele immer noch das Beste, was der Star präsentieren kann.

Auch legendäre Ohrwürmer anderer Musiker bringt er ein. Zum Beispiel Beatles-Hits. Die gute Stimmung steigt und steigt.

Schließlich singt er „Lady in Red“, seinen Megaseller. Kollektives Schwärmen, Mitsingen, Umarmen, Träumen. De Burgh mittendrin, geht singend durch die Zuschauerreihen. Handyblitzlichter flammen auf. Die Party ist im vollen Gange. Weitere Hits folgen: „Don’t Pay The Ferryman“, „High On Emotion“. Nach 150 Minuten und zwei Zugaben machen sich die Besucher glücklich auf den Weg: Fazit: Ein Konzert voller Erinnerungen.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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