Hip Hop in all seinen Facetten

Jetzt steigt die Pop-Party: Raabs Bundesvision Song Contest in Göttingen

Er macht die Musik: Song-Contest-Erfinder und Moderator Stefan Raab (Mitte) gestern bei der Pressekonferenz in der Göttinger Lokhalle mit allen Teilnehmern – links der 17-jährige Sierra Kid (Niedersachsen), rechts Andreas Bourani (Bayern). Foto: Jelinek

Göttingen. So viele Pop-Stars an einem Abend hat die Göttinger Lokhalle vielleicht noch nie erlebt. Die zehnte Auflage des Bundesvision Song Contests veranstalten Pro 7 und Stefan Raab am Samstag, 19. September (20.15 Uhr, Pro 7), in der Unistadt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wieso gibt es den Song Contest überhaupt? 

Als Stefan Raab und Pro 7 2005 mit dem Wettbewerb starteten, sollte er eine ernsthafte Alternative zum klamaukigen Eurovision Song Contest werden. In der Zwischenzeit hat Raab mit Lena für eine Renaissance des ESC gesorgt. Nun widmet sich der Tausendsassa, der in Göttingen allein durch den vierstündigen Abend führt, wieder dem BuViSoCo, wie Fans den Wettbewerb nennen. Er ist die letzte Möglichkeit für junge Bands, vor einem Millionenpublikum im TV aufzutreten.

Warum überträgt Pro 7 aus Göttingen? 

Weil im Vorjahr Bosse für Niedersachsen triumphierte. Die Zuschauer stimmen per Anruf und SMS über die Teilnehmer aus den 16 Bundesländern ab. Im nächsten Jahr ist das Siegerland Ausrichter.

Interessiert das überhaupt jemanden? 

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Zuletzt immer weniger TV-Zuschauer. 2013 schalteten an einem Donnerstagabend nur noch etwas mehr als eine Million Fans ein. Die Quote war zum dritten Mal hintereinander gesunken. Für die Jubiläumsausgabe hat Pro 7 immerhin den Samstagabend frei geräumt. Man wolle zulegen, sagte Raab am Freitag.

Wer sind die Favoriten in der Lokhalle? 

Der Song Contest hat wie der DFB-Pokal seine eigenen Gesetze. Anders als im Fußball gewinnen hier aber fast immer die Favoriten. Darum wird wohl kein Weg an Marteria vorbeiführen. Der HipHopper, der mit seiner Hymne „Mein Rostock“ für Mecklenburg-Vorpommern an den Start geht, hat fast eine Million Facebook-Fans. Auch Bayern kann sich mit Andreas Bourani und dessen Ballade („Auf anderen Wegen“) Hoffnungen machen. Durch seinen WM-Hit „Auf uns“ ist der Augsburger zur großen Nummer geworden. Vor Jahren waren Marteria und Bourani schon mal dabei. Einen Teil ihrer Popularität verdanken sie auch dem Song Contest.

Und was gibt es sonst zu hören? 

Diesmal viel HipHop in all seinen Facetten - ob von Sierra Kidd (17, Niedersachsen), der Berlinerin Miss Platnum oder der Gießener Band OK Kid, die klingen, als würden Radiohead rappen.

Wie ist Erfinder Stefan Raab drauf? 

!Gut, wie er bei der Pressekonferenz bewies. Auf einen Favoriten wollte er sich nicht festlegen: „Es gibt viele gute Songs und viele, die gewinnen können.“ Neu ist, dass zwischen den Songs Kurzfilme eingespielt werden. Dafür hatte der Musiker Raab zuvor mit den Contest-Startern gejammt. Das ist absolut sehens- und hörenswert, dafür lohnt sich das Einschalten.

Von Matthias Lohr und Thomas Kopietz

Die Teilnehmer

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