Heute wählen wir Lenas Song für das Grand-Prix-Finale

Was wird ihre Nummer eins? Lena Meyer-Landrut (19). Foto: ndr

Es ist nicht genau auszumachen, wann die Stimmung umgeschlagen ist: Vor einem Jahr verliebte sich eine ganze Nation in Lena Meyer-Landrut, und nun sind alle genervt von der 19-Jährigen.

Bilder aus der Karriere von Lena

Lena Meyer-Landrut: Ihre Karriere, ihr Jubel, ihre Nackt-Aufnahmen

Die ersten beiden Ausgaben von „Unser Song für Deutschland“ auf Pro 7 wollten im Schnitt nur enttäuschende 2,2 Millionen Zuschauer sehen.

Lesen Sie auch

Lena singt und Raab hat den Ralph-Siegel-Komplex

Lenas lahme Lala-Lieder: Zuschauerschwund bei TV-Show

Im heutigen Finale, bei dem Barbara Schöneberger und Adel Tawil („Ich + Ich“) neben Mentor Stefan Raab in der Jury sitzen, wählen die ARD-Zuschauer aus sechs Liedern das Stück, das Lena am 14. Mai in Düsseldorf singt. Ganz egal kann die Hannoveranerin den Deutschen nicht sein: Ihr überzeugendes Album „Good News“ führt die Charts an. Die sechs Finallieder:

A Million And One (Autoren: Errol Rennalls / Stavros Ioannou). Das Gute-Laune-Lied aus der Feder zweier Hannoveraner sang Lena zuletzt passenderweise in Begleitung elfenhafter Tänzerinnen. Klingt wie Björk mit viel Zuckerguss. Schön.

Mama Told Me (Lena Meyer-Landrut / Stefan Raab). Die Bigband-Nummer soll angeblich auf Lenas Idee beruhen, klingt aber wie ein typischer Raab-Song, bei dem Lena zeigen kann, dass sie auch Soul hat.

Maybe (Daniel Schaub / Pär Lammers). Den beiden Berliner Songschreibern könnte Lena zu einer großen Karriere verhelfen. Bislang haben Lämmers und Schaub in Amsterdam Musik studiert und als Indie-Duo unter dem Namen Jack Beauregard Elektro-Folk-Pop gemacht, der zugleich an Kraftwerk und Take That erinnerte. „Maybe“ ist eine fluffige Nummer, aber auch ein bisschen harmlos.

Push Forward (Schaub / Lammers). So einen Gänsehautsong schreibt man nur einmal im Leben. Wäre der Eurovision Song Contest ein Balladenwettbewerb, müsste „Push Forward“ gewinnen. Dummerweise packt im Finale der Ukrainer gern die Kettensäge aus, wie Raab witzelte. Dagegen würde das Lied untergehen.

Taken By A Stranger (Nicole Morier / Gus Seyffert / Monica Birkenes). Das Lied der drei US-Autoren war im ersten Halbfinale überraschend der Publikumsliebling. Der düstere Elektropopsong erinnert mit seinem minimalistischen Beat an „Killing An Arab“ von The Cure, wird immer geheimnisvoller, und am Ende hat man ihn in sein Herz geschlossen, ohne zu wissen warum.

What Happened To Me (Meyer-Landrut / Raab). Auch der zweite Finalsong von Raab hat dessen unverkennbaren Drive, allerdings auch keine große Halbwertzeit. Parteilichkeit sollte man dem Chefjuror übrigens nicht vorwerfen: Im ersten Halbfinale musste er tatenlos mitansehen, wie das Publikum seinen besten Song „That Again“ verschmähte. Und mit dem famosen „At All“ des US-Stars Aloe Black fehlt heute ein weiterer Hit-Kandidat.

Lena: Good News (Universal). Wertung: 4 von 5 Sternen

Von Matthias Lohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.