Hier ist die Arbeit getan: Ausstellung „Passwort“ in der Handwerksform

Ausgezeichnet: Dub Leffler

Fünf Stunden Zeit hatten über 100 Künstler, zu einem Begriff maximal vier Bilder zu liefern. Die Ergebnisse sind in der Handwerksform zu sehen.

Kassel. Die Arbeit ist getan. Was assoziieren wir damit? Feierabend, Cocktail, Liegestuhl? Oder Erschöpfung, Auszehrung, Müdigkeit? Vor dieser Frage standen mehr als 100 Künstler in Kassel, aber auch in Australien und im Sudan, in Japan und Brasilien, als sie kürzlich morgens um 10 Uhr ihr „Passwort“ erhielten: Die Arbeit ist getan. Bis 15 Uhr am gleichen Tag sollten die Künstler dazu bis zu vier Bilder gezeichnet oder gemalt und per E-Mail eingereicht haben.

In der Handwerksform wurden die Bilder im Din-A4-Format ausgedruckt und aufgehängt. Die Ergebnisse sind noch diese Woche im Ausstellungsraum der Handwerkskammer zu sehen. Im Internet gibt es alle Werke unter www.zeicheninstitut.de/pw - von A wie Mohammed Ibrahim Al-Emam bis Z wie Sandra Zarth. Die Idee und Federführung hatte Reinhold Weber, zu den Partnern zählt die „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakt Nordhessen“.

Es ist sehr spannend, wie unterschiedlich der simple Satz (der seltsamerweise in der Ausstellung und auf der Webseite nirgendwo explizit genannt wird) interpretiert wird: Wenn die Arbeit getan ist, kann das Grund zu entspannter Fröhlichkeit sein, aber auch Leere und Traurigkeit auslösen. Es gibt Cartoons, Abstraktes und reichlich Symbolbilder: ein Glas Sekt, ruhende Hände, ein vollständiges Puzzle. Menschen, die in der Hängematte und im Gras liegen. Dann wieder erlöst erst der Tod von jeglicher Arbeit. Einige Künstler thematisieren den Prozess, wie sich ihre Arbeit vervollständigt. Eine fünfköpfige Jury hat zehn Bilder mit je 500 Euro prämiert. Sie stammen von Katharina Krenkel, Lea Petrou, Tebi Kunstbär, Dub Leffler, Gannet, Ulrike Vater, Dustin Schenk, Lutz Freyer, Alan Smith und Matt Sesow. Leider wurden die Kennzeichnungen der Preise praktisch an die ausgezeichneten Arbeiten geklebt.

Bis 8.3., Scheidemannplatz 2, Mo-Fr 9-15.30 Uhr.

Von Mark-Christian von Busse

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