Hier ist ganz schön was los: Neues Angebot Kasseler Konzertveranstalter

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Da geht die Sonne auf: Die Webseite von www.kassel-konzerte.de

Kassel. Es soll bloß niemand sagen, in Kassel sei nichts los in Sachen Konzerte. Im Februar luden Ralph Raabe, Betreiber der Clubs A.R.M. und Lolita Bar, sowie Henning Beste von der Booking-Agentur Proton Veranstalter aus der Stadt und Region zu einem Treffen ein.

Es kamen 30 Leute - vom K 19 über den Musik- und Kulturverein aus Grebenstein bis zu vielen Einzelpersonen, die alle Bands und Sänger auf die heimischen Bühnen holen.

Henning Beste

Es gibt also nicht zu wenig Konzerte, sondern für eine kleine Großstadt eine stattliche Zahl. Damit die noch besser präsentiert werden, haben sich die Musikfreunde zusammengetan. Seit Kurzem gibt es die Webseite www.kassel-konzerte.de, die Musikveranstaltungen aus Kassel und der Region auflistet - vom Jazz im Theaterstübchen bis zu Metal-Abenden bei Salzmann. Konzertgänger können sich schnell einen Überblick verschaffen, was wo wann stattfindet.

Das Wann ist vor allem für Veranstalter entscheidend. Im Mitgliederbereich können Organisatoren sehen, ob ihre Termine mit anderen kollidieren, die eine ähnliche Zielgruppe ansprechen. „Die Webseite dient als Plattform und soll Doppelbelegungen vermeiden“, sagt Steffen Hodan (26) vom A.R.M.

Zugleich soll die lose Vereinigung, aus der irgendwann einmal ein Verein werden könnte, den Machern eine stärkere Position gegenüber Behörden verleihen. Wünschenswert sind für Beste, der im Kulturzentrum Schlachthof die Indie-Reihe „Bigmouth Strikes Again“ auf die Beine stellt, beispielsweise Plakatflächen.

Steffen Hodan

Auch gegenüber der Verwertungsgesellschaft Gema könnte die Vereinigung hilfreich sein, wie das Beispiel von Rockcity Hamburg zeigt. Der seit 1987 bestehende Verein hat es geschafft, dass kleineren Clubs und Veranstaltern die Gema-Gebühren erlassen werden, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen.

Für Beste hat kassel-konzerte.de jedoch auch eine symbolische Bedeutung. Wie viele andere kleine Veranstalter holt der 40-Jährige unbekannte Bands nicht nach Kassel, um Geld zu verdienen, sondern weil es ihm Spaß macht: „Wir machen das nicht für uns, sondern für die Stadt. Wenn hier nichts los ist, ziehen noch mehr junge Leute nach Hamburg.“ Dank seiner Initiative wird in Kassel jetzt wohl noch mehr passieren.

www.kassel-konzerte.de

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