„Hier muss sich keiner zurückhalten“: Spaß beim Rudelsingen im Gleis 1 in Kassel

Begleiteten den Abend mit Live-Musik: Jörg Hillmann und Ingeborg Erler.

Kassel. Die rund 80 Gäste des 15. Kasseler Rudelsingens blickten erwartungsvoll auf die aufgestellte Leinwand im Gleis 1. Gleich sollte der Gruppen-Karaoke-Abend mit Live-Musik losgehen.

„Was wünscht man sich oft im neuen Jahr?“, fragte Ingeborg Erler, die den Abend auf dem Keyboard und mit Trommeln begleitete. Natürlich ist es Geld, und schon wurde „Money, Money, Money“ von Abba als erstes Lied des Abends angestimmt. Von anfänglicher Zurückhaltung war nichts zu spüren, die Besucher stimmten gleich aus voller Kehle mit ein. Der Text wurde gut sichtbar auf die Wand projiziert. „Jeder kann hier mitmachen, auch wenn man glaubt, eine schiefe Stimme zu haben“, sagte Jörg Hillmann, der die Veranstaltung auch in Göttingen, Fulda und Bodenwerder anbietet. „Man ist mittendrin und Teil des Chors“.

Die Musikauswahl war vielfältig: Neben englischsprachigen Stücken wie Frank Sinatras „New York, New York“ oder „Clocks“ von Coldplay, gab es mit Gassenhauern wie „Skandal im Sperrbezirk“, von der Spider Murphy Gang und Achim Reichels „Aloha Heja He“ auch viele ältere deutschsprachige Lieder. Spätestens bei Harry Belafontes „Matilda“ wurde das Publikum richtig gefordert. Mal pfiff es das Intro mit, dann wechselten sich Männer und Frauen beim Gesang ab.

„Ich finde das Konzept gut, aber wir Jüngeren hätten uns noch mehr aktuelle Lieder gewünscht“, sagte Alicia Stöhr, die an dem Abend mit ihrer Handballmannschaft beim Karaoke-Singen mitmachte. Ingeborg Erler reagierte auf den Wunsch: „Das nächste Mal werden wir uns mehr trauen“, versprach sie mit einem Augenzwinkern. Für Carsten Schwoon, der erstmalig am Rudelsingen teilnahm, war die Musikauswahl hingegen genau richtig: „Man kann hier alles mitsingen und muss sich auch nicht zurückhalten“, sagte er. „Es ist schön, dass ich viele vergessene Lieder hören konnte“, ergänzte Maike Koch. Eine Kollegin empfahl ihr das Rudelsingen. Sie will auf jeden Fall wiederkommen und beim nächsten Besuch vielleicht auch ihren Mann mitbringen. „Auch wenn er dann wohl eher nicht mitsingen wird“, sagte sie und lachte. Das Kasseler Rudelsingen im Gleis 1 findet jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 19.30 Uhr statt. Der nächste Termin ist am 9. Februar. Der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt acht Euro). Eine Anmeldung ist auf der Internetseite www.rudelsingen.de möglich. Karten sind auch an der Abendkasse erhältlich.

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