Studentinnen der Musikakademie musizierten für Japan

Hilfe für die Heimat

Meisterten ihr Programm mit Bravour: Sängerin Chie Nagai, begleitet von Akiko Hikita. Foto: Malmus

Kassel. Japanische Studentinnen der Musikakademie hatten in kurzer Vorbereitungszeit ein Benefiz-Konzertprogramm zusammengestellt, das die Besucher am Sonntag sicher ermunterte, freudig und großherzig für Not leidende Japaner zu spenden.

Der Einladung der Musikakademie, der Stadtbibliothek und ihrer Freundeskreise sowie des Kulturamtes waren viele gefolgt, Stadträtin Esther Kalveram konnte erfreut feststellen, dass der Bürgersaal im Rathaus voll besetzt sei. Sie begrüßte besonders Heidi de Vries, die mit Lesungen aus dem Werk von Brecht und Goethe zum Gelingen des Programms beitrug.

Zu Beginn sang Chie Nagai mit ihrer entwicklungsfähigen Sopranstimme fünf Lieder der europäischen Klassik und Romantik, einfühlsam und sicher am Klavier begleitet von Akiko Hikita. Zwei Werke trug Ayako Ito zum Programm bei, einmal „Rain Tree Sketch 2“ des Japaners Toru Takemitsu und eine anspruchsvolle Auswahl aus den „Valses nobles et sentimentales“ von Maurice Ravel. Chopin und Rachmaninow mit Valse op. 69/1 und der Elegie op. 3/1 folgten, technisch gekonnt und mit Musikalität vorgetragen von Yuki Nozaki.

Den stärksten Beifall erhielt Akiko Hikita für ihre Fantasie „Rote Schuhe“ von Motoori Norinaga, ein sehr anspruchsvolles Stück, das sie mit Bravour meisterte. Japanische Melodien mit Chie Nagai, Ayako Ito und Ryosuke Hara (Gitarre) beendeten ein Konzert, an dessen Ende alle Japaner das Lied „Heimat“ anstimmten.

Von Gerhard Rassner

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