Kristin Dowe über Auswüchse des Quotenkampfes

HNA-Kommentar nach dem Unfall bei "Wetten, dass...?"

Kristin Dowe schreibt einen Kommentar zu der Debatte nach dem  Unfall bei "Wetten, dass...?": Hinterher wollen es immer alle gewusst haben: Dass die Wette ein zu hohes Risiko barg, dass der Kandidat schon während der Proben mehrfach gestürzt sei, und dass das ZDF jetzt die Quittung für den erbitterten Quotenkampf mit seinem schwersten Konkurrenten RTL bekommen hat.

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Tatsächlich beutet das ZDF mit halsbrecherischen Zirkusnummern bei „Wetten dass ..? nicht minder Menschen für seine Zwecke aus, als es der Kölner Privatsender mit der öffentlichen Bloßstellung von Kandidaten etwa bei „Das Supertalent“ tut.

Doch erst, wenn wirklich Schlimmeres passiert, setzt eine Debatte darüber ein, was man Menschen heute im Namen der Quote alles zumuten darf. Ein gebrochenes Bein sei bisher das Schlimmste in der Geschichte von „Wetten Dass ..?“ gewesen, beschwichtigte Thomas Gottschalk eine Fernsehnation in der Schreckstarre.

Fotostrecke vom Unfall

Schwerer Unfall verursacht Abbruch von "Wetten, dass..?"

Aber auch, wenn er es bestreitet: Gegen die Privaten mit ihren Niederungen in Form von Penismalern und Darmgas-Künstlern glaubt das ZDF offenbar, immer Spektakuläreres entgegensetzen zu müssen.

Aber nicht nur die Sender stehen in der Verantwortung, ethisch vertretbares Programm zu machen. Auch der Zuschauer bereitet durch sein Einschalten den Nährboden für Auswüche der Unterhaltungsindustrie, wie wir sie in Düsseldorf erleben mussten. dow@hna.de

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