"Beklemmend und insgesamt gelungen"

TV-Kritik zum Tatort vom Bodensee: "Düstere Stimmung"

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Annäherung: Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) und Rebecca (Gro Swantje Kohlhof).

Beklemmend und insgesamt gelungen fand HNA-Redakteurin Bettina Fraschke den Bodensee-"Tatort: Rebecca". Hier ihre TV-Kritik.

Schon der Beginn der Tatort-Folge "Rebecca" gab die Gesamtatmosphäre vor. Ein junges Mädchen kniete verzweifelt vor einem Toten, zündete ihn an und fing danach an, sich selbst zu verbrennen: Das war ein bewegender und düsterer Auftakt für eine trotz kleiner dramaturgischer Abstriche gelungene Episode. 

Es gab viele Gänsehautmomente in diesem Krimi nach dem Buch von Marco Wiersch und in Regie von Umut Dag. Etwa, als die Kommissare Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) das Haus inspizierten, in dem das als Kleinkind entführte Mädchen über Jahre gefangen gehalten worden war und feststellten, dass die Türen nicht versperrt waren. Die Gehirnwäsche wirkte so stark, dass Rebecca (Gro Swantje Kohlhof) nicht an Flucht dachte. 

Im Zentrum stand eine eindrucksvolle psychologische Gratwanderung: Kommissar Perlmann konnte das Mädchen nur zum Sprechen bringen, wenn er ihm mit dem autoritären Duktus des Entführers gegenübertrat. Erst langsam erwachte ihr eigener Verstand. Toll die Rollengestaltung von Bezzel, der hier mal mehr Raum bekam als sonst, und Gro Swantje Kohlhof. 

Zum Schluss hin wurde die Fallaufklärung arg beschleunigt, löste sich alles sehr schnell auf. Die beklemmenden Szenen mit Klaus Manchen als Ekel Helmut Reuter und dessen Machtkampf mit den Kommissaren kamen dabei fast etwas kurz.

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