Kritik zum Tatort aus Ludwigshafen: "Genug gezickt"

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Kommissarin Lena Odenthal geht am Sonntag wieder auf Verbrecherjagd.

Etwas genervt vom Zickenkrieg im ARD-Tatort aus Ludwigshafen war unsere Redakteurin Bettina Fraschke. Dennoch hat ihr der Krimi insgesamt recht gut gefallen - vor allem wegen Gast Jürgen Vogel. Hier ihre Tatort-Kritik:

Das Gekabbele nervt. Seit wie vielen Folgen kriegen wir nun schon derartig penetrant aufs Brot geschmiert, dass Lena Odenthal (Ulrike Folkert) im fiesen Konkurrenzkampf mit der neuen Profilerin ist, die so ganz anders arbeitet als sie? Zu oft.

Bitte, liebe Autoren, lasst der lebenserfahrenen Kommissarin einen Rest Würde und sie endlich Frieden schließen mit der neuen Mitarbeiterin. Dieses Stutenbissige haben wir jetzt oft genug gesehen.

Wie war der „Tatort: LU“ sonst? Nicht schlecht. Vor allem wegen Jürgen Vogel. Seine Bildschirmpräsenz war toll. Klar ist Vogels Rollenrepertoire nicht gerade beit aufgefächert, aber diesen Typen – leicht zwielichtiger maskuliner Mann mit Herz – kann er nun mal prächtig. RTL-Dschungelkönigin Ingrid van Bergen als klischeehafte Ex-Puffmutter spielte hingegen einfach nur hölzern.

Die Folge von Dagmar Gabler (Buch) und Jobst Christian Oetzmann (Regie) bot tolle Schauwerte in Industrieanlagen und eine durchaus interessante Story. Optische Mätzchen wie körnige Schwarz-Weiß-Bilder im Look alter Zeitungsfotos oder collagenartig eingeblendete Nahaufnahmen etwa einer Pistole wollten trendy sein, brachten erzählerisch jedoch wenig.

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