HNA-Weihnachtskonzert mit dem Oslo Gospel Choir

Glasklare Stimmen: Gro Myhren Værnes (links) glänzte wie auch die anderen Mitglieder des Oslo Gospel Choir mit einer positiven Ausstrahlung. Foto: Schachtschneider

Kassel. Mit Perfektion und positiver Ausstrahlung begeisterte der Oslo Gospel Choir beim HNA-Weihnachtskonzert in der Kasseler Stadthalle. Der Erlös kam einem guten Zweck zugute.

Es ist eine wunderbare Geschichte, und sie begann mit einer Zeitungsanzeige. 1988 suchte der Chorleiter Tore W. Aas mit einer kleinen Anzeige Sänger für einen Gospelchor. Daraus wurde ein großer Erfolg, denn mittlerweile ist der von Aas gegründete Oslo Gospel Choir ein weithin geschätzter Klangkörper der Spitzenklasse.

Seine Perfektion und positive Ausstrahlung begeisterten Sonntag beim HNA-Weihnachtskonzert in der Kasseler Stadthalle. Veranstaltet wurde das Konzert von der Firma Wintershall, die mit dem Erlös auch die HNA-Aktion „Kinder für Nordhessen“ unterstützt.

Einen eigenen Stil ließ der Oslo Gospel Choir erkennen - nie steif oder hölzern, aber weniger ekstatisch als afroamerikanische Chöre. Statt Gospelkutten trugen die norwegischen Sänger schwarze Konzertkleidung, und im Hintergrund gab es visuelle Effekte mit blinkenden Ornamenten - eine stimmungsvoll-coole Ästhetik.

Nur 16 Stimmen umfasste der Chor, aber die glasklaren Frauenstimmen und sonoren Männerstimmen verströmten einen imposanten, harmonisch runden Klang. Hervorragend die Solisten wie Hans Esben Gihle und Kine Ludvigsen Fossheim - viel Soul aus dem hohen Norden.

Von „Oh Happy Day“ bis zu „Stille Nacht“ und dem von Tore W. Aas komponierten Song „Celebrate“ reichte die Konzertreise. Eine tolle Atmosphäre hatte es, als im weihnachtlichen zweiten Teil einige norwegische Lieder erklangen, darunter eine Melodie aus dem 16. Jahrhundert von dunkler Leuchtkraft. Der Gitarrist Bernt Rune Stray ließ dabei die Rockgitarre aufjaulen - überhaupt fügte sich die Band prima in die musikalische Perfektion ein.

Von Anfang an herrschte beste Stimmung bei den 1100 Zuhörern, die mitklatschten, die Gäste bejubelten und nebenbei einen Minisprachkurs bekamen: Chorleiter Aas übte auch mal mit dem Publikum die korrekte norwegische Aussprache zum Mitsingen.

Von Georg Pepl

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