Hochtourige Klassiker: Die Beatsteaks in Göttingen

Er weiß, wie Turbo-Rock geht: Beatsteaks-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß. Foto: Kuhl

Göttingen. Es gibt Bands, deren Konzerte umso unpersönlicher werden, je größer die Hallen sind, in denen sie spielen. Für die Berliner Alternative-Rocker Beatsteaks gilt das nicht.

Sie verwandelten die Göttinger Lokhalle am Samstagabend in ein großes Familienfest und bewiesen, dass ihr Ruf, eine der besten Livebands des Landes zu sein, nicht von ungefähr kommt.

Die „Creep Magnet“-Tour der Berliner Band um Frontmann Arnim Teutoburg-Weiß zeigt, dass die Jungs wissen, wie Turbo-Rock geht. Sie starteten mit hochtourigen Krachern, die ihr Punk-Erbe nicht verleugnen. Doch die Beatsteaks können mehr als das.

Sie spielten nicht nur neuere Hits ihres aktuellen Albums „Beatsteaks“, wie „Gentleman Of The Year“, sondern auch älteres Material, wie „Up On The Roof“, „Jane Became Insane“ oder „I Don‘t Care As Long As You Sing“. Das Konzert machte im hinteren Standbereich mehr den Eindruck einer Disco, so ausgiebig hat man selten Menschen auf einem Konzert tanzen sehen. Bühnenbild sowie Lichteffekte waren schlicht gehalten. Blickfang waren vier Satelliten, die das Schwarzlicht reflektieren und somit einen schönen Effekt erzielen. Wechselnde Vorhänge hinter der Band rundeten das Bild ab.

Beatsteaks rocken die Lokhalle in Göttingen

Auch mit der Auswahl ihres Vorprogramms bewiesen die fünf Jungs aus Berlin besten Geschmack. Bilderbuch, eine junge, aufstrebende Band aus Wien, heizte dem altersmäßig gut durchmischten Publikum gleich zu Beginn ordentlich ein, und zeigten, dass Progressive-Rock mit Hip-Hop-Einflüssen bestens funktioniert.

Einem Besucher wurde eine große Ehre zuteil. Sänger Teutoburg-Weiß holte einen sehr jungen Fan auf die Bühne, der während eines Songs auf seinen Schultern Platz nehmen durfte. Er bedankte sich mit einem Salto und sprang - ganz wie ein echter Rockstar - von der Bühne ins Publikum.

Doch jede noch so gute Party muss irgendwann ein Ende haben. Die Beatsteaks verabschiedeten sich nach zwei Zugabeblöcken von ihrem Göttinger Publikum, das offensichtlich genauso begeistert war wie die Band selbst. Rockmusik kann eben doch in großen Hallen funktionieren. Die Beatsteaks zeigten, dass sie den Spagat zwischen Punkrock und Mainstream bestens unter Kontrolle haben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.