Die Band Jazz4Four und Hugo Scholz spielten im Theaterstübchen soften Jazz und bodenständigen Blues

Höhenflüge mit vielen Farben

Kassierten viel Jubel: Frank Sommerfeld (Gitarre, von links), Stefan Hering (Kontrabass), Wolfgang „Hugo“ Scholz (Gesang, Saxofone, Flöte), Bernd Nawothnig (Schlagzeug, verdeckt) und Albrecht Schmücker (Posaune) im Theaterstübchen. Foto:  Malmus

KASSEL. Dafür musste es Zwischenbeifall geben: „Everything Must Change“ war der philosophisch angehauchte Song betitelt, bei dem Hugo Scholz zu einem lang ausgehaltenen, hohen Gesangston ansetzte. Das war ein Höhenflug jenseits von Pavarotti. Und ein ungeschönt bluesiger Moment im gut gefüllten Theaterstübchen.

Wieder hieß es dort „Jazz ist dienstags“. Am Start waren Hugo Scholz und die Band Jazz4Four, bestehend aus Albrecht Schmücker (Posaune), Frank Sommerfeld (Gitarre), Stefan Hering (Bass) und Bernd Nawothnig (Schlagzeug). Die Kasseler Musiker spielten Stücke aus mehreren Jahrzehnten von „Have You Met Miss Jones“ aus dem Jahr 1937 bis zum Folksong von Pat Metheny aus dessen Doppelalbum „80/81“.

Eigene Komposition

Vom Bandleader Albrecht Schmücker gab es zwei Kompositionen, so auch einen reizvollen Titel namens „Bolero Sarajevo“, bei dem Scholz zum weltmusikalisch getönten Sopransaxofon griff.

Überhaupt sorgte der Bluesmann für viel Farbe - als Sänger zwischen softem Jazz und erdigem Blues sowie als dynamischer Saxofonist und Flötist.

Besonders frisch war die zweite Konzerthälfte, beispielsweise bei dem erwähnten Folksong Nr. 1 von Pat Metheny. Wie es sich für das Stück eines Gitarristen gehört, spielte Frank Sommerfeld ein stimmungsvolles Intro - später gab es auch ein reich beklatschtes Schlagzeugsolo von Bernd Nawothnig. Und wie es bei Jazzabenden gern gesehen wird, durfte man sich auch über den einen oder anderen launigen Spruch freuen: „Ein halbes Hähnchen ist auch Knochenarbeit.“ Pfiffe, Jubel, zwei Zugaben.

Von Georg Pepl

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