Das hört die HNA: Unsere Lieblingssongs bei Spotify

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Die Stuttgarter Rapper Die Orsons

Die Lieblingslieder aus der Kulturredaktion stellen wir nun regelmäßig in einer Spotify-Playlist zusammen. Um sie zu hören, braucht man lediglich einen kostenlosen Spotify-Account.

Sufjan Stevens  - „Death With Dignity“: Der US-Singer/Songwriter hat ein berührendes Album über seine gestorbene Mutter aufgenommen. Zum Sterben schön.

FFS - „Johnny Delusional“: Wenn zwei Ausnahme-Acts wie Franz Ferdinand und Sparks zusammenarbeiten, geht es meist schief. Doch der zackige Rock der Schotten passt prima zum Art-Pop des kalifornischen Duos.

Tocotronic - „Die Erwachsenen“: In den vergangenen Jahren nervte der Diskursrock des Hamburger Quartetts nur noch. Aber ihr „Rotes Album“ ist ein Konzeptalbum über die Liebe, das man sofort ins Herz schließt. Ihren Auftritt im Kasseler Kulturzelt am 31. Juli sollte man daher nicht verpassen.

Waxahatchee - „The Dirt“: Die US-Musikerin Katie Crutchfield verbindet rumpelige Gitarren mit süßen Kinderliedmelodien. Schöner Nostalgierock für alle, die in den 90ern aufgewachsen sind.

Sizarr - „The Timesick“: Wie das Kasseler Erfolgsduo Milky Chance waren auch die drei Pfälzer für den Kritikerpreis beim Echo nominiert. Wie die Nordhessen wurden sie für ihren modernen Sound gerade international gefeiert. Ihre melancholischen Melodien erinnern an The Smiths, The Police und Vampire Weekend.

Jamie xx - „SeeSaw“: Mit seiner Band The xx und einem düsteren Minimalismus-Pop lieferte Jamie Smith in den vergangenen Jahren den Soundtrack zur Krise. Auf seinem ersten Solo-Album bastelt der Brite aus Underground-Phänomenen wie Jungle und Dubstep eingängige Pop-Perlen.

Zugezogen Maskulin - „Plattenbau O.S.T.“: Die Plattenfirma Buback Tonträger preist die neue CD des Berliner HipHop-Duos als „das beste Album aller Zeiten“ an. Schon klar. Aber diesen Hit kriegt man tatsächlich nicht mehr aus dem Kopf. Testo erzählt darin von seiner verlorenen Jugend in Stralsund, als wäre es eine Kurzgeschichte des Leipziger Schriftstellers Clemens Meyer.

Calexico  - „Falling From The Sky“: Noch nie klang der Wüstenrock der Band aus Arizona so melodisch wie auf dem neuen Album „Edge Of The Sun“. Die Trompete bläst wie immer Martin Wenk aus Nentershausen-Weißenhasel bei Rotenburg. In dessen Kasseler Wohnung hatte die Erfolgsgeschichte von Calexico vor 17 Jahren begonnen. Die Musiker probten dort so lange, bis die Knast-Insassen aus dem Gefängnis nebenan applaudierten. Kein Witz.

Die Orsons - „What’s Goes?“: Das Stuttgarter Quartett ist beim Cro-Label Chimperator groß geworden, sein HipHop ist aber viel intelligenter als der süße Sound des Panda-Rappers. Hier sampeln sie den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günter Oettinger, der auf Denglisch behauptet: „In my homeland Baden-Württemberg everybody does as he pleases.“ Very sweet.

Wanda - „Auseinandergehen ist schwer“: Dem Schmäh des Wiener Quintetts kann niemand widerstehen. Vor allem live ist der Mix aus Austropop, Italo-Schmalz und Rock eine Wucht - sicher auch am 29. Juli im Kasseler Kulturzelt. Neben dem Mega-Hit „Bologna“ ist dieses Stück über das Ende einer Liebe unser Favorit vom tollen Debütalbum.

Death Team - „Fucking Bitches In The Hood“: Mit diesem Eurodance-Kracher mischte das schwedische Duo zuletzt das Netz auf. Bandname und Songtitel sagen eigentlich schon alles über diesen irren Ohrwurm aus Klavier, Drums und Synthies. Selten klang schlechter Geschmack so gut.

Balbina - „Langsamer, langsamer“: Der Pop der Berliner Newcomerin klingt so ungewöhnlich, wie ihre von einer Designerin geschneiderten Kostüme aussehen. Derzeit ist sie mit Herbert Grönemeyer auf Tour. In ihrem Hit „Langsamer, langsamer“ singt Balbina zu luftigen Beats: „Wir sprinten in den Stillstand.“

Milky Chance - „Down By The River“: Diese bei den „Spotify Sessions“ in Berlin aufgenommene Version von „Down By The River“ verkürzt das Warten bis zum zweiten Album des Kasseler Pop-Wunders. Ist im Übrigen der bessere Song im Vergleich zum weltweiten Hit „Stolen Dance“.

Bilderbuch - „OM“: Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man behauptet, dass die vier Österreicher den Indierock retten. Hätte Falco den Rapper Jay-Z getroffen und mit ihm ein Lied aufgenomen, würde das ungefähr so klingen wie „OM“.

Triosence - „Waltz For Andrea“ (live): Sein Live-Album hat das Kasseler Jazz-Trio in einer Fastenklinik am Bodensee aufgenommen. Dabei klingt ihr schwelgender Piano-Jazz live noch energetischer. Das tut fast so gut wie eine Kur.

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