Hollerderidi, er wird schon 65: Otto Waalkes von A bis Z

Mit dem Ottifant durch die Wand: Das Museum „Dat Otto Huus“ in Emden.

Seine Witze sind kulturelles Allgemeingut, mit seinen Sketchen wuchsen mehrere Generationen auf. Otto Waalkes ist wahrscheinlich der lebende deutsche Komiker, der am wenigsten polarisiert, auf dessen Lustigkeitsfaktor sich die meisten Menschen einigen können.

An diesem Montag wird der Ostfriese 65. Wir würdigen ihn von A bis Z.

Auge: Einer der Protagonisten aus einem der berühmtestes Otto-Sketche. Körperteile streiten sich: „Großhirn an Auge: Wer hat da „Saufkopf“ gesagt?“ Und die freche „Milz an Großhirn: Soll ich mich auch ballen?“

Benjamin Karl Otto Gregory: Name des Sohns (geboren 1987), den Otto mit Manuela aus erster Ehe hat. Die Ehe wurde 1999 geschieden.

Comedy: Genre, das Otto hierzulande mitbegründet hat. Als Otto in den Siebzigern anfing, wurden Leute wie er noch Witzeerzähler genannt. Nichts anderes machen die Mario Barths und Michael Mittermeiers heute.

Diegos Kumpel Sid: Stimme des Faultiers Sid im Kinospaß „Ice Age“, die von Otto ist. Säbelzahntiger Diego wird von Thomas Fritsch gesprochen.

Emden: Größte Stadt Ostfrieslands, in der Otto am 22. Juli 1948 als Sohn eines Malermeisters geboren wurde. Über seine Heimat sagt er: „Je flacher die Landschaft, desto höher das Niveau.“

Florida: Im US-Bundesstaat hat Otto gleich zwei Villen. Erster Wohnsitz ist jedoch Hamburg-Blankenese.

Gemälde: 60 Werke stellte der Hobby-Maler zuletzt in Hamburg aus, unter anderem eine Parodie auf Edvard Munchs „Der Schrei“. Als Vorbilder nannte Otto dort: „Pablo Inkasso und Salvatore Dalli-Dalli.“

Hassmann: Nachname der 24 Jahre jüngeren Schauspielerin Eva, mit der Otto bis November 2012 ein Paar war. Nach dem Liebes-Aus sagte er: „Es war die schönste Scheidung meines Lebens.“ Zuletzt klagte der Single: „Ich wünsche mir, dass es noch mal eine Frau gibt, die es lange genug mit mir aushält.“

Im Frühtau zu Berge: Volkslied, das Otto in verschiedenen Versionen gesungen hat - etwa als Louis Armstrong und Udo Lindenberg sowie funky und militärisch.

Jodeln: Markenzeichen von Otto. Kein anderer Ostfriese singt so schön „Hollederidi“.

Kerkeling, Hape: Entertainer, dessen Talent Otto schon früh entdeckte. Leider förderte Waalkes später auch Oliver Pocher.

Lehrer: Wollte Otto eigentlich werden, weshalb er 1968 in Hamburg begann, Pädagogik mit den Fachrichtungen Kunst und Englisch zu studieren. Nach zwei Jahren wechselte er jedoch an die Hochschule für Bildende Künste, ehe er begann, in Szene-Kneipen zu blödeln.

Hier finden Sie den offiziellen YouTube-Kanal von Otto Waalkes

Mast gesägt: Eine große Otto-Nummer: „Angeklagter, Ihnen wird zur Last gesägt, Sie hätten an dem Ast gesägt.“ „Ich hab nicht an dem Mast gesägt, ich hab nur mit dem Ast gefegt, da hab ich mich mit Hast bewegt und dabei wohl den Gast erregt und der hat dann den Mast zerlegt.“

Neue Frankfurter Schule: Legendäre Gruppe von Schriftstellern und Zeichnern, darunter Robert Gernhardt (1937-2006), Pit Knorr und Bernd Eilert, die Otto mit Texten belieferten.

Ottifant: Noch ein Otto-Markenzeichen. Mit seinen großen Augen sieht die Rüsselfigur so lustig aus wie Otto selbst.

Platz drei: Belegte Otto 2007 bei der Wahl der ZDF-Zuschauer von Deutschlands beliebtesten Komikern. Erster wurde Loriot, Zweiter Heinz Erhardt. Kritiker adelten Otto als „Heinz Erhardt des Popzeitalters“.

Quote: War bei seinen letzten Filmen nicht mehr richtig gut - Aus- nahme: die „Sieben Zwerge“-Reihe.

Rustlers: Band, in der Otto in den 60ern mit Freunden Rocksongs coverte.

Alles Gute: Otto Waalkes wird 65

Alles Gute: Otto Waalkes wird 65

Sieben Zwerge: Filmreihe, dessen ersten beiden Folgen (2004, 2006) zu Kino-Hits wurden. Im Januar 2014 folgt der dritte Teil - mit Cindy aus Marzahn als „Frau Hölle“.

Tee: Trinkt man in Ostfriesland mindestens so gern wie in England. Das Papier, das der Künstler Otto bemalt, tränkt er zur Grundierung in Ostfriesentee.

U: Kommt gleich zweimal im Namen des Museums vor, mit dem der Komiker in Emden geehrt wird. „Dat Otto Huus.“

Vier fahren nach Lodz: Liedinterpretation: „Was wollen uns diese Worte sagen?“ „Wer sind diese vier? Sind es die vier Jahreszeiten, die vier Musketiere? Oder sind es Vier alle?“

Wumpicek: In der Kasseler Kneipe trat Otto früher häufiger auf.

Xaver Schwarzenberger: Regisseur des ersten Kinowerks „Otto, der Film“ (1985). Mit 14,5 Millionen Zuschauern der erfolgreichste deutsche Kinostreifen.

Yachtschule Otto: Gibt es in Plochingen am Neckar, hat aber nichts mit dem Hobby-Kapitän Otto zu tun.

Zipfelmützen Film GmbH: Eine der beiden Firmen von Otto. Die andere heißt Rüssl Räckords. Auch als Geschäftsmann ist der Komiker (geschätztes Vermögen: sieben Millionen Euro) spitze.

Otto Waales in der Region

Otto live: 21. September, Stadthalle Kassel. 27. September Lokhalle Göttingen. HNA-Kartenservice, 0561/203-204.

Von Bettina Fraschke und Matthias Lohr

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