20.15 Uhr, ARD

HR-"Tatort" mit Ulrich Tukur: „Angriff auf Wache 08“ - Liebesgrüße an Hollywood

In großer Sorge: Hauptkommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) schaut nach den Angreifern. 
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In großer Sorge: Hauptkommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) schaut nach den Angreifern. 

Tatort - „Angriff auf Wache 08“: Was von dem normalerweise reichlich abgedrehten Ermittler Felix Murot in seinem neuesten Coup zu erwarten ist. 

Kaum ein Ermittler der „Tatort“-Reihe ist so umstritten wie Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot. Er ist der Mann für besondere Fälle – meist, für besonders experimentelle Fälle. 

Auch bei der Folge „Tatort: Angriff auf Wache 08“ zeigt sich der Hessische Rundfunk wieder Mut und die Zuschauer können sich auf einen ungewöhnlichen Fall einstellen. Drei Gründe, warum die Murot-Fälle so besonders sind und sich das Einschalten lohnt:

Der Fall

Der achte Tukur-„Tatort“ spielt sich vor allem in einer alten, einsam gelegenen Polizeiwache zwischen Frankfurt und Offenbach ab. Mittlerweile ist sie ein Polizeimuseum, beherbergt nur noch zwei Polizisten: Walter Brenner (Peter Kurth) und seine Kollegin Cynthia (Christina Große). Sie schieben Dienst für gelangweilte Schulklassen. Brenner ist ein alter Freund von Felix Murot. Der beschließt, seinen Ex-Kollegen aus BKA-Tagen zu besuchen. Kaum hat Murot seinen Oldtimer auf dem Hof geparkt, überschlagen sich die Ereignisse. 

In der Zwischenzeit braut sich etwas zusammen in der Stadt: eine Sonnenfinsternis, eine Tochter, die ihren ermordeten Vater gerächt hat und sich in das Revier rettet, und ein Gefangenentransport mit Schwerkriminellen, der mit einer Reifenpanne vor dem Revier strandet. Plötzlich wird das Revier von auf Krawall gebürsteten Verbrechern beschossen.

Die Zitate

Die Fälle des Wiesbadener LKA-Ermittlers Felix Murot sind immer auch etwas verrückt. Das war der vielfach preisgekrönte Krimi „Im Schmerz geboren“ von 2014, eine tolle Hommage an den Italowestern, oder der Film „Murot und das Murmeltier“, in dem der Kommissar ein- und denselben Tag immer wieder durchlebt – „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray (1993) ließ grüßen. 

Diesmal geht die Reise des HR zurück in das Jahr 1976. Der Film von Regisseur Thomas Stuber und Drehbuchautor Clemens Meyer („Als wir träumten“) ist an den berühmten Actionthriller „Assault – Anschlag bei Nacht“ von John Carpenter angelehnt und zitiert auch andere Klassiker wie zum Beispiel „Die Nacht der lebenden Toten“, auch an James Bond und „Rio Bravo“ mit John Wayne und Dean Martin wird man erinnert.

Die Faszination

Es wird so viel geschossen und getötet, wie man es sonst fast nur von Hollywood-Produktionen kennt. Und doch baut sich keine große Spannung auf, dafür aber Faszination: für die teils beklemmende Situation in der Wache, die permanente Bedrohung und die ungewöhnlichen Einfälle in diesem Action-„Tatort“, der erneut ein Ausnahme-Krimi ist.

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