Furcht und Vergnügen sind in Staffel drei zurück

Humor und Horror in Hawkins: Vier Gründe für den Erfolg von „Stranger Things“

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Es droht Unheil: Auf die Freunde (von links) Max, Will, Elfi, Mike und Lucas warten in der dritten Staffel von „Stranger Things“ einige Herausforderungen.

Auf Netflix läuft die dritte Staffel von „Stranger Things“: Was macht den Reiz der Science-Fiction-Serie rund um die US-amerikanische Kleinstadt Hawkins aus?

Die Clique um Elfi, Mike, Lucas, Will und Dustin ist zurück: Auf Netflix läuft die dritte Staffel von „Stranger Things“. Aber was macht den Reiz der Science-Fiction-Serie rund um die US-amerikanische Kleinstadt Hawkins aus?

Worum geht es?

1983 verschwindet in der fiktiven Kleinstadt Hawkins der Junge Will Byers (gespielt von Noah Schnapp) spurlos. Seine drei besten Freunde Mike (Finn Wolfhard), Dustin (Gaten Matarazzo) und Lucas (Caleb McLaughlin) machen sich auf die Suche nach ihm.

Dabei bekommen sie unerwartete Unterstützung von einem geheimnisvollen Mädchen mit kurz geschorenen Haaren, auf dessen Arm die Ziffern 011 tätowiert sind. Die Jungs nennen sie deshalb Elfi (Millie Bobby Brown). Sie besitzt paranormale Fähigkeiten, die sie in Gefahrensituationen anwendet, sie körperlich aber schwächen. Elfi gibt vor, Informationen über den Aufenthaltsort von Will zu besitzen: Er befinde sich in der Schattenwelt, einer Paralleldimension, in der Monster ihr Unwesen treiben.

In der dritten Staffel glaubt die Clique nun, dass ihre alten Gegner besiegt seien. Vielmehr ist die Pubertät zur größten Herausforderung der Gruppe geworden. Aber: Das besiegt geglaubte Schattenmonster lauert auf eine neue Chance. Es wird wieder düster über Hawkins.

Die Rückkehr der 80er

Die Serie ist eine Hommage an die Klassiker der 1980er-Jahre. Die Geschichte spielt in Staffel eins im Jahr 1983, die dritte Staffel beginnt im Sommer 1985. Die Umsetzung wird sowohl von den Schauspielern als auch von den Fans, ganz egal welchen Alters, gefeiert.

Die Macher der Serie haben sich große Mühe gegeben. Die Clique verabredet sich über alte Funkgeräte für das Rollenspiel Dungeons and Dragons, trägt sehr kurze Sport- oder lange Latzhosen und hört die Musik von The Clash und David Bowie: Es wird viel Wert auf Authentizität gelegt, auch in der neuen Staffel. Die Mischung stimmt. Nicht wenige Zuschauer haben sich längst die düstere, unheilvolle Musik des Intros mit den elektronischen Synthesizer-Klängen als Klingelton eingerichtet.

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Die Besetzung

Die Figuren und ihre Besetzung sind ein weiterer Grund für den Erfolg: Das bekannteste Gesicht der Serie ist Winona Ryder. Die 47-Jährige hatte 1990 ihren Durchbruch, als sie an der Seite ihres späteren Freundes Johnny Depp in dem Film „Edward mit den Scherenhänden“ bekannt wurde. Ryder zog sich 2002 nach einer Verurteilung wegen wiederholten Ladendiebstahls aus der Öffentlichkeit zurück.

Winona Ryder überzeugt in der Serie.

Jetzt ist sie wieder da – und wie. Sie spielt die Rolle von Wills Mutter, die sich fast schon krankhaft um ihren Sohn sorgt. Ryder wurde für zahlreiche Preise nominiert.

Neben ihr glänzen die jugendlichen Darsteller, die durch die Bank beeindruckende Leistungen abliefern. Vor allem Millie Bobby Brown als Außenseiterin Elfi hat durch die Serie große Bekanntschaft erlangt. Die 15-jährige Britin, die in Spanien geboren wurde, hat einige Auszeichnungen gewonnen, modelt für Calvin Klein und wurde vom „Time“-Magazin als bisher jüngstes Mädchen in die Liste der „100 einflussreichsten Personen der Welt“ aufgenommen.

Der Horror

Was bedroht Hawkins da? In der ersten Staffel wird mit der Angst der Zuschauer gespielt. Die Monster aus der Schattenwelt sind lange nicht zu sehen, lassen einem dadurch aber ganz besonders das Herz in die Hose rutschen. 

Auch die Fantasie, es gebe eine Paralleldimension, in der die Welt ein dunkler Ort ist, lässt die Zuschauer erzittern. Netflix hat angekündigt, dass in der neuen Staffel „alte und neue Feinde“ die Stadt Hawkins bedrohen. Wer die Serie zum ersten Mal abends vor dem Schlafengehen guckt, wird danach wohl das Licht anlassen.

Der Humor

Gaten Matarazzo ist der absolute Publikumsliebling. Der 16-Jährige spielt den lispelnden Dustin, der mit seiner zerstreuten Art für die meisten Lacher sorgt. 

Ist der Publikumsliebling: Gaten Matarazzo spielt den lispelnden Dustin.

Für Schmunzeln sorgt auch der Umgang der Jugendlichen mit ganz alltäglichen Problemen. So werden nicht nur die übernatürlichen Bedrohungen thematisiert, sondern auch Schule, Liebe oder eine zerrüttete Familie.

Der Spagat zwischen Horror und Humor gelingt. Das haben auch die Zuschauerzahlen gezeigt: Den Start der zweiten Staffel sahen 2017 8,25 Millionen Menschen.

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