Casting-Star Christian Durstewitz über sein Debütalbum und küssende Mädchen

Christian Durstewitz hat ein „unglaubliches Wunder“ hinter sich. „Amazing Wonder“ heißt einer der zwölf Titel seines Debütalbums „Let Me Sing“.

Dass er singen kann, hat der 21-Jährige aus Altenlotheim am Edersee im Frühjahr als Drittplatzierter von Stefan Raabs Casting-Show „Unser Star für Oslo“ (USFO) bewiesen. Wir sprachen mit Dursti über seine Single „Stalker“ und seinen wundersamen Aufstieg.

Sind Sie schon einmal von einem Fan verfolgt worden?

Christian Durstewitz: So richtig krass noch nicht. Aber nach Konzerten kann es passieren, dass einer austickt, einen umarmt und einem ein Küsschen gibt.

Sie werden von jungen Männern abgeknutscht?

Durstewitz: Nein, das sind schon immer Mädchen.

In „Stalker“ rücken Sie Ihrem Idol, einer schönen Frau, auf die Pelle. Wie kam es zu dem Lied und dem Video?

Durstewitz: Ich habe den Song geschrieben, als ich mit „Unser Star für Oslo“ bekannt wurde. Das war schon komisch damals: Du gehst auf die Straße, und plötzlich wirst du von wildfremden Menschen erkannt. Weil ich in meine Lieder oft Humor bringe, singe ich aus Sicht eines wahnsinnigen Stalkers. Ich durfte ja schon oft verrückt sein in der Öffentlichkeit.

Ist das das Image, das Sie sich geben: der Verrückte mit der wilden Frisur, der gut drauf ist und lockere Sprüche macht?

Durstewitz: Nein, das ist das, was ich schon immer gemacht habe. Wenn ich mit Freunden früher Videos gedreht habe, war ich immer der mit den lustigen Rollen. Ich war sehr an Film und Fernsehen interessiert und wollte das auch studieren - bis „Unser Star für Oslo“ kam.

Waren Sie schon in der Schule der Klassenclown?

Durstewitz: Nein, da war ich eher zurückhaltend, auch meine Noten lagen im Mittelfeld. Ich war der gute Kumpel. Zu meinen Freunden versuche ich auch jetzt noch Kontakt zu halten, obwohl sie studieren und auch ich nicht viel Zeit habe. Dann gibt es noch die Leute, die jetzt kommen, einem auf die Schulter klopfen und sagen: „Wir kennen uns doch aus der vierten Klasse.“ Für die bin ich schnell der Arrogante.

Angeblich brauchen Sie nur eine Stunde, um einen guten Song zu schreiben. Heißt das, dass „Let Me Sing“ nach einem halben Tag fertig war?

Durstewitz: An dem Album habe ich mit Studiomusikern wochenlang gearbeitet. Aber das Schreiben geht in der Tat schnell. Zwei Drittel der Songs hatte ich schon vor „Unser Star für Oslo“ fertig. Ich sitze zu Hause mit Gitarre und Klavier vor dem Rechner und spiele drauflos. Wenn ich einen Song nach einer Stunde nicht gut finde, schmeiß ich ihn weg.

Auf dem Album hört man Pop, Hardrock und Balladen. Ist das der typische Dursti-Sound?

Durstewitz: Ich habe kein spezielles Stilmittel. Der rote Faden sind meine Stimme und die Chöre, die ich alle selbst einsinge. Manche meinen, im Gospel-Chor von „Stalker“ Frauenstimmen zu hören, dabei singe ich einfach nur etwas höher. Da ist auch nichts mit dem Computer verfremdet. Ich fand das schon bei Queen supergut.

Liegen Sie manchmal nachts schlaflos im Bett, weil Sie nicht realisieren können, was in diesem Jahr alles passiert ist?

Durstewitz: Ich warte immer noch darauf, dass ich alles realisiere. Die Zeit ging so schnell vorbei. Aber ich liebe es, wenn alles neu und unglaublich erscheint. Meine größte Angst ist es, dass ein Trott reinkommt und es langweilig wird.

Kann Ihnen Lena Meyer-Landrut nicht ein paar Tipps geben?

Durstewitz: Wir sind befreundet, aber wir schreiben uns auch nicht ständig SMS. Ich will ihr nicht auf die Nerven gehen.

Wie geht es Kerstin Freking, die bei „USFO“ ebenfalls im Halbfinale war und mit der Sie im April beim HNA-Konzert in Kassel aufgetreten sind?

Durstewitz: Gut. Sie studiert und hat eine neue Band.

Stimmt es, dass Sie ein Paar sind?

Durstewitz: Das ist eine riesige Fehlinformation.

Bleibt noch Zeit für eine Freundin?

Durstewitz: Es ist sehr viel Stress, aber für das Privatleben muss man sich Zeit nehmen.

Also haben Sie eine Freundin.

Durstewitz: Dazu sage ich nichts.

Die Single „Stalker“ ist bei Universal erschienen, das Album „Let Me Sing“ folgt am 22. Oktober.

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