Interview: Prevolution“ und die Zeit nach Harry Potter

Tom Felton über seine Rolle in "Planet der Affen": Gebe gern den Bösewicht

Folgenschwere Begegnung: Ein Menschenaffe im Versuchslabor kommt in Kontakt mit einem besonderen Medikament.

In der Rolle des Draco Malfoy hat Tom Felton acht Filme lang Harry Potter das Leben schwer gemacht. Und der 23-jährige Londoner ist ein fleißiger Schauspieler. Am Donnerstag startet „Planet der Affen: Prevolution“.

Es ist ein Science-Fiction-Film, der die Vorgeschichte der berühmten Primaten-Reihe erzählt, wie es dazu kam, dass die Menschenaffen die Weltherrschaft übernahmen. Wir sprachen mit Tom Felton über seine Rolle im Affen-Prequel, Harry Potter und ein Leben nach dem Potterismus.

Was spielen Sie für eine Rolle in „Planet der Affen: Prevolution“?

Tom Felton: Ich spiele einen jungen Mann, der in einer Forschungseinrichtung arbeitet, wo er Versuchsaffen beaufsichtigt. Und ich spiele einen richtig miesen Typen. Auf jeden Fall bin ich nicht ganz unschuldig daran, dass die Affen eine Revolution starten.

Sie haben viele Jahre den Draco Malfoy in den „Harry Potter“-Filmen dargestellt, auch Draco ist kein netter Junge. Klebt Ihnen das Image des bösen Buben an der Stirn?

Felton: Ob es so schlimm ist, weiß ich nicht. Ich glaube, dass ich ganz umgänglich bin. Aber ich mag es, den Bösewicht zu geben, es liegt mir, den Finsterling zu spielen.

Sie haben bei Harry Potter in der erfolgreichsten Kinoreihe aller Zeiten vor der Kamera gestanden. Rückblickend betrachtet: Können Sie Ihre Jugend als normal bezeichnen?

Käfigwärter der fiesen Sorte: Tom Felton als Affenpfleger Dodge.

Felton: Ich weiß es nicht, denn für mich war dieses Leben normal, mit der Schule auf der einen Seite und den Dreharbeiten auf der anderen. Ich glaube aber, dass ich eine normale Jugend verbracht habe, denn ich habe nie in einer Blase gelebt, in der ich nur von Filmleuten umgeben gewesen wäre. Allerdings haben die Produzenten darauf geachtet, dass wir nicht verheizt wurden, dass unsere Privatsphäre respektiert wurde.

Wenn man in der Internet-Movie-Datenbank schaut, welcher Kinderdarsteller von Harry Potter am besten im Geschäft ist, sind Sie dies mit einem halben Dutzend aktueller Filmprojekte.

Felton: Na ja, es sind ja unterschiedliche Projekte, die meisten sind eher klein. Es kommt „The Aparition“, ein Horrorthriller, dann „Grace & Danger“, ein Kriegsdrama. Es läuft gut, ich habe bereits Engagements für 2012.

Ist es für Sie leichter als für die Hauptdarsteller Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint, an einer Karriere nach den Potter-Filmen zu arbeiten, da Sie ja, mit Verlaub, nur der böse Junge waren?

Felton: Auf jeden Fall. Natürlich gehört Draco zum Potter-Universum, und es gibt kein Interview, in dem ich nicht auf Draco angesprochen würde. Aber ich glaube, dass es für Daniel am schwersten ist, eine Karriere aufzubauen, denn egal, was er tun wird, es wird heißen: Daniel Radcliffe, bekannt als Harry Potter.

Nun haben Sie für den „Planet der Affen“-Neustart wieder in einem Spezialeffekte-Film vor der Kamera gestanden. Wenn man vor grünen Wänden agiert, wie agiert man da mit anderen Darstellern, damit die Szenerie glaubwürdig wirkt?

Felton: Darauf kann ich gar keine fundierte Antwort geben, weil ich damit aufgewachsen bin. Als der erste Harry Potter entstand, war ich zwölf Jahre alt, und uns Kindern wurde vom Regisseur gesagt, ihr müsst jetzt so und so agieren. Daran hat sich eigentlich nichts geändert. Mich fasziniert es, das Endprodukt auf der Leinwand zu sehen und die Arbeit der Spezialeffekte-Künstler bewundern zu dürfen.

Sollte „Planet der Affen: Prevolution“ ein Hit werden, haben die Produzenten eine Fortsetzung angekündigt. Sie könnten also von einem erfolgreichen Franchise ins nächste wechseln.

Felton: Mmmmh. Ich darf ja leider nichts zur Handlung verraten.

Also erlebt Ihre Figur das Ende des Filmes nicht?

Felton: Oh ha. Ich sage es so: Sollte es einen zweiten Film geben, wäre ich wohl dabei. Lassen Sie sich bitte überraschen.

Von Christian Lukas

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.