„Ich habe viel Ausdruck“: Komiker Maddin Schneider über komische Grimassen

Maddin Schneider

Man weiß nicht, über was man mehr lachen soll: über Maddin Schneiders Pointen oder die Grimassen, die er dabei zieht. Dieser Mann ist ein Witz. Am Freitag stellt der Komiker sein brandneues Programm „Lach oder stirb!“ in der Kulturhalle Wolfhagen vor. Wir sprachen mit dem 44-Jährigen.

In Ihrem neuen Programm sind Sie in einer Toilette gefangen und denken dann über Ihr Leben nach. Ist Ihnen so ein Malheur im wirklichen Leben auch schon mal passiert?

Maddin Schneider: Ich war einmal in einer Toilette für ein paar Stunden eingesperrt und kurz davor, in meiner aufreizenden Unterhose aus dem Klofenster zu klettern und bei Nachbarn zu klingeln. Doch dann konnte ich das Schloss mit meiner Zahnbürste öffnen.

In Unterhose sehen Sie bestimmt lustig aus. Noch komischer sind Ihre Grimassen. Üben Sie die täglich vor dem Spiegel?

Schneider: Nein, das habe ich noch nie einstudiert. Ich habe eine sehr bewegliche Gesichtsmuskulatur - da ist automatisch immer viel Ausdruck drin. Das war schon als Junge so, als ich Stan Laurel im Fernsehen bewundert habe. Seine Gesichtsausdrücke habe ich ständig nachgemacht.

Stehen vor allem Frauen auf ihre Grimassen?

Schneider: Kann sein, meine Sketche in der Schule habe ich besonders gern vor Mädchen vorgetragen. Das hat mir vor allem auf Klassenfahrten in Jugendherbergen so manche Tür geöffnet.

Außerdem haben Sie als Schüler den legendären Humoristen Eckhard Henscheid beeindruckt, den Mann Ihrer Französischlehrerin und Miterfinder des Satire-Magazins „Titanic“.

Schneider: Ich habe ihm ein paar Texte zugeschickt und wurde dann zum Kaffee bei ihm eingeladen. Er hat mir geraten, die Texte an den Hessischen Rundfunk zu schicken. Dort habe ich dann tatsächlich als Praktikant angefangen.

Für den HR haben Sie Passanten in der Fußgängerzone angesprochen mit Sätzen wie: „Entschuldischung, isch scheem misch, weil isch des Wort scheemisch nett ausschpresche kann. Könne Sie vielleischt ema des Wort scheemisch saache?“ Mal ehrlich: Ohne Dialekt wäre Maddin Schneider doch total langweilig, oder?

Schneider: Nein, die Figur ist zwar im Dialekt angelegt, aber ich habe auch schon Lesungen in reinstem Hochdeutsch gemacht.

Maddin Schneider: Lach oder Stirb! Freitag, 20 Uhr, Kulturhalle Wolfhagen. Karten unter Telefon 0561/203-204 sowie www.hna-kartenservice.de

 

Zur Person

Geboren: am 25. Mai 1964 in Bad Homburg als Martin Schneider

Beruf: Komiker

Erfolge: mit Soloprogrammen, im Kino („7 Zwerge“) und Fernsehen („Maddin in Love“, Sat 1)

Markenzeichen: das schönste Hessisch seit Heinz Schenk

Privates: ledig, lebt in der Nähe von Marburg

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