Schauspielerin Sabine Wackernagel wird heute 65

„Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft“

Sabine Wackernagel Foto: Malmus

Kassel. Gefeiert wird erst im März. Dann versammelt sich die Familie in Berlin. Heute wird Sabine Wackernagel ihren 65. Geburtstag still zusammen mit ihrem Mann Erich Grosch verbringen. Ein Tag Ruhe zwischen Bühnenverpflichtungen.

Seit sie 1982 mit dem Intendanten Manfred Beilharz von Freiburg ans Staatstheater Kassel wechselte, ist Sabine Wackernagel als Schauspielerin in der Stadt präsent. Daran hat sich auch nichts geändert, als sie Mitte der 90er-Jahre das Schauspielensemble verließ, um freischaffend zu arbeiten.

Immer wieder war die temperamentvolle Actrice mit der großen Bühnenausstrahlung in Gastrollen am Theater präsent. Zunehmend aber hat sie eigene Programme kreiert. Aktuell verleiht sie in „Ich war Schneewittchens Stiefmutter“ Frauenfiguren aus Grimms Märchen ihre Stimme. Dazu kommen auswärtige Engagements, Fernseh- und Filmrollen.

Geboren wurde Sabine Wackernagel in Stuttgart. Sie wuchs in Ulm auf, wo ihr Vater Peter Wackernagel Theaterintendant war. In München machte sie ihre Schauspielausbildung, hatte erste Engagements, bevor es sie 1970 mit ihrem Mann nach Indien zog. Ein Jahr lang waren die beiden mit einem VW-Bus unterwegs.

Zurück in Deutschland folgten Engagements in Tübingen, Freiburg und Kassel. Drei Kinder wurden geboren, Philipp, Katharina und Jonas. Mit zweien arbeitet sie auch künstlerisch zusammen: Katharina - längst ein Fernsehstar - ist regelmäßig ihre Bühnenpartnerin. Und in dem Film „Résiste - Aufstand der Praktikanten“ (2009), bei dem ihr Sohn Jonas Grosch Regie führte, spielte sie eine Hauptrolle. Mit dabei war da auch ihr Bruder Christof, Ex-RAF-Mitglied und heute als Autor geschätzt.

Ebenso wichtig wie das Künstlerische ist für Sabine Wackernagel das soziale Engagement. Gespeist aus dem Bewusstsein: „Ich bin ein Teil dieser Gesellschaft.“

Von Werner Fritsch

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