Idan Raichel und Vieux Farka Toure eröffnen Kasseler Weltmusikfestival

Kassel. Fusion-Musik dient oft mehr der Selbsterfüllung der Musiker als der Erbauung des Publikums. Eine Ausnahme ist die „Tel Aviv Session“ von Idan Raichel, einem Star des Nahen Ostens, und Vieux Farka Toure, einem populären Musiker Afrikas. Am Freitag eröffnen beide das Kasseler Weltmusikfestival.

Damit haben die Organisatoren des Kulturzentrums Schlachthof einen Coup gelandet. Schon Tourés Vater Ali Farka Toure nahm mit Ry Cooder („Talking Timbuktu“) und Toumani Diabaté („In The Heart Of The Moon“) zwei legendäre Fusion-Alben auf. Nun tritt der Sohn das Erbe an. Getroffen haben sich der Gitarrist und Volksheld aus Mali sowie der Ausnahme-Pianist aus der Großstadt Tel Aviv zufällig auf einem deutschen Flughafen. Raichel wusste über Farka Toure lediglich, dass er ein bekannter afrikanischer Musiker ist und Sohn eines noch weitaus berühmteren Vaters. Farka Toure wiederum kannte Raichel überhaupt nicht. Nun sorgen sie für eines der großen Weltmusik-Ereignisse der letzten Jahre. Elf Kompositionen, die Brücken schlagen zwischen den Klängen der Savanne und der Melodiefülle des Nahen Ostens. Die Messlatte im Fusion-Bereich hängt jetzt verdammt hoch. (wd) Idan Raichel Project & Vieux Farka Toure: The Tel Aviv Sessions (Exil Musik). Wertung: fünf von fünf Sternen

Idan Raichel und Vieux Farka Toure: Freitag, 20 Uhr, Weltmusikfestival, Kasseler Sparkasse, Wolfsschlucht. Tickets beim HNA-Kartenservice, 0561/203-204.

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