Die Kaufungerin Kerstin Röhn hat mit ihrem Saxofon-Quartett Sistergold das erste Album aufgenommen

Ihre Musik sieht auch gut aus

Goldig: Kerstin Röhn aus Kaufungen (von links) mit ihren Kolleginnen Sigrun Krüger, Inken Röhrs und Elisabeth Flämig. Foto: nh

Für Kerstin Röhn ist es ein Trugschluss zu glauben, dass Musiker nur Musiker seien. Wenn die Kaufungerin mit ihren Kolleginnen des Saxofon-Quartetts Sistergold auf der Bühne steht, haben die Zuschauer auch immer etwas zu gucken.

Röhn, Sigrun Krüger, Inken Röhrs und Elisabeth Flämig denken sich für jedes Stück kleine Choreografien aus. Deshalb war es auch nicht ganz einfach, die besten Titel für ihr Debütalbum auszusuchen, das den passenden Namen „Glanzstücke“ trägt. „Manche Lieder muss man auch sehen“, sagt Röhn.

Wer die elf neuen Nummern hört, kann sich gut vorstellen, wie Sistergold dazu über die Bühne wirbeln. Bei Auftritten verzaubern die Musikerinnen manche Kritiker so sehr, dass die nachher über „die gnadenlos gut aussehenden Damen“, „Powerfrauen“ und Konzerte „der Extraklasse“ schreiben.

Das liegt wohl auch daran, dass die vier Musikerinnen, die sich vor drei Jahren zusammengetan haben, eben nicht nur Musikerinnen sind. Die 43-jährige Röhn ist mit ihrem Mann, dem Puppenspieler Günter Staniewski, auch auf der Bühne des Theaters Laku Paka vor allem für Kinder unterwegs. Und Inken Röhrs, die wie Sigrun Krüger und Elisabeth Flämig im Raum Hildesheim lebt, hat sich mit den Steptokokken in der Kleinkunstszene einen Namen gemacht.

Musikalisch sind Sistergold ebenfalls vielfältig. Auf „Glanzstücke“ arrangieren sie Jazz-Klassiker wie „Putting On The Ritz“ mit viel Temperament neu. Dazu gibt es Swing wie „Bei mir bistu shein“ und Klezmer.

Röhn kommt als Querflötistin, die in Kassel studiert hat, eigentlich aus der Klassik, ist mittlerweile aber in vielen Stilen zu Hause - etwa als Leiterin der Kasseler Uni-Bigband. Zudem spielt die Dozentin im Swingorchester Truxa. Die einzige Eigenkomposition auf „Glanzstücke“ stammt von ihr und heißt „Blondes Gift“. Ausgedacht hat sich den Titel nicht die „Quoten-Brünette“, wie sich Röhn scherzhaft nennt. Er stammt von ihren blonden Kolleginnen. Dabei ist die Haarfarbe anders als die Klangfarbe doch egal.

CD-Release-Konzert: Donnerstag, 20.30 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof.

Das Album „Glanzstücke“ gibt es über die Internetseite www.sistergold.de

Von Matthias Lohr

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