Sängerin Namika sorgt im Kulturzelt in Wolfhagen für frenetischen Jubel

Ihre Welt ist herrlich bunt: Sängerin Namika im Kulturzelt in Wolfhagen

Musikalisches Chamäleon: Die 24 Jahre alte Frankfurterin Namika („Lieblingsmensch“) bei ihrem Auftritt in Wolfhagen. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Sie rappt und grooved, schmachtet sich durch süßen Pop, taucht tief ein in satte HipHop-Beats, um gleich drauf chilligen Reggaesound in den schwül-warmen Abend zu schicken. Was Namika am Montagabend auf die Bühne des Wolfhager Kulturzeltes bringt, überrascht.

An ihren Riesenhit „Lieblingsmensch“, der sich vor einem Jahr mit Wucht in den Köpfen einer ganzen Nation festgesetzt und es bis an die Spitze der deutschen Charts geschafft hat, erinnert wenig. Stattdessen gibt sich die deutsch-marokkanische Sängerin als musikalisches Chamäleon, die mal trotzig auf den Spuren der wie sie aus Frankfurt stammenden Schwester S. wandelt, um dann wieder mit lieblichen „Wir sind alle gleich“-Parolen das nette Mädchen von nebenan zu geben.

Sie sei auf der Suche nach sich selbst, singt sie, was auf den ersten Blick auch auf ihre Musik zuzutreffen scheint. Je länger man der 24-jährigen Echo-Preisträgerin lauscht, desto weniger möchte man ihr allerdings unterstellen, sie habe ihren Stil noch nicht gefunden. Ist es doch gerade die musikalische Vielfalt, die die Welt der sympathischen Sängerin so herrlich bunt und abwechslungsreich macht. Eine Welt, die sie mit ihrer mal sanften, dann wieder unglaublich kraftvollen Stimme besingt und dabei mit beeindruckender Leichtigkeit die Tonleiter hoch und runter hüpft.

Ihre solide Begleitband gerät da zusehends in den Hintergrund. Das macht nichts, ist das junge Publikum doch gekommen, um seinen „Lieblingsmensch“ Namika zu feiern. Auf gleichnamigen Ohrwurmsong müssen die knapp 800 Zuhörer, die zuvor den schon den talentierten Vellmarer Singer/Songwriter Lucas Mohr erlebt hatten, auch nicht allzu lange warten, danken es mit lautem Singsang und frenetischem Jubel, der in lautstarke „Zugabe“-Rufe übergeht.

Namika nämlich verabschiedet sich recht schnell, kommt mit ihrem zweiten Mehr-oder-weniger-Hit „Kompliziert“ und ein paar fetten Raps und Grooves noch einmal zurück, bevor nach einer Stunde und 15 Minuten Schluss ist. Mehr Songs hat sie einfach noch nicht – doch sie will wiederkommen, das ist versprochen.

Kulturzelt Wolfhagen Mittwoch, 8. Juni, 20 Uhr: Albert Hammond.

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