Ralf Scherfose mit Stillleben im Realismus-Atelier

Zu Ikonen überhöht

Reiz des Alltäglichen: Eines von Ralf Scherfoses Stillleben, „Schälchen mit Gemüsezwiebeln“ Foto: nh

Kassel. In einer kleinen Vase auf der alten Kommode spiegelt sich ein Teil des Raums wider, daneben sind weitere Gefäße angeordnet: Ein kleinformatiges Bild, das nicht nur durch die Komposition, sondern auch durch den subtilen Einfang des Lichts, durch das Schimmern und Glänzen der Gegenstände besticht: Der Kasseler Künstler Ralf Scherfose zeigt in einer neuen Ausstellung in seinem Realismus-Atelier neue Stillleben neben einem Zyklus von realistischen Winterlandschaften.

Scherfose hat das Kunstgenre bei den alten Meistern studiert und stilsichere Anverwandlungen von entsprechenden Werken Rembrandts und Chardins in kleinformatigen Bildern kopiert, bevor er seine eigenen Stillleben schafft: Die sensible Anordnung von Alltagsgegenständen auf der Kommode, von Keramikschalen, Vasen, Blechdosen und Gewürzen wie Chili und Knoblauch verbindet altmeisterliche Attitüde mit realistischer Malweise und schafft eine neue Sicht auf die Dinge, die von einer magischen Aura umgeben sind.

Das Profane und Alltägliche wird hier zur Ikone überhöht und schafft den Reiz der in vielfältigen Variationen ausgestellten Bilder.

Bis 18. 9., Realismus-Atelier Scherfose, Schlangenweg 24, Fr-Mo 17-19 Uhr sowie n. V., www.scherfose.de, Kontakt: Tel. 0561/24651 oder 16950

Von Juliane Sattler

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