Neue Klänge

Imagewechsel: Lena und ihr neues Album "Crystal Sky"

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Lena Meyer-Landrut

"Satellite“ kennt nach dem Eurovision Song Contest in 2010 eigentlich so gut wie jeder von Lena Meyer-Landrut. Jetzt gibt es ein neues Album von ihr.

Kein Wunder, denn damit hat Deutschland seit 1982 zum zweiten Mal die europäische Musikshow gewonnen. Nun hat die 24-Jährige ihr neues, viertes Album „Crystal Sky“ veröffentlicht. Nach der bekannten Lena, hört sich das allerdings nicht mehr an.

Sie scheint erwachsener geworden zu sein. Sang sie zuvor noch kindliche, teenagerhafte Lieder wie „Bee“, in denen ihr Jungs hinterherschauen, ist sie jetzt gefasster und reifer. Deutlich wird das beispielsweise in ihrem neuen Lied „Lifeline“, einem von 14 Songs des neuen Albums. Sie singt darin von einer Person, die sie am Leben erhalten will, egal wie schlecht es ihr geht. Und das performt sie mit einer melancholischen Melodie.

Kritiker fragen sich, ob diese Melancholie auch von Lenas eigenem Leben erzählt. Denn sie ist nicht nur älter und bestimmter geworden, sondern auch dünner. Gerüchte um Magersucht schwirren immer wieder um sie herum. Diese verärgern Lena. Sie antwortete: „Ich war schon immer ein Spargeltarzan.“

Doch die Gerüchte scheinen sie gedanklich zu beeinflussen - könnte man meinen. So veröffentlichte sie auf ihrer Facebook-Seite täglich Infos zu ihrem neuen Album „Crystal Sky“. Zu ihrem Lied „Keep On Living“ erzählt sie in einem Video, dass sie sich dafür mit Tim Myers, dem Schreiber von „Stardust“ getroffen hat und dass sie bei ihm in Los Angeles „leckere, amerikanische Sandwiches gegessen und Kaffee getrunken“ hat. So als wolle sie der ganzen Welt sagen: „Ich habe keine Magersucht, ich esse!“

Vor allem beim Song „Traffic Lights“ kommt der Hörer ins Grübeln: „Irgendwoher kennt man diese Stimme doch?“. Würde nicht Lenas Name neben dem eingängigen Elektro-Werk stehen, könnte es auch der erfolgreichen, britischen Sängerin Ellie Goulding zugeordnet werden.

So hat sich Lena Meyer-Landrut auf ihrem Album ausprobiert und steigt auch auf den Erfolgszug „Elektro-Beats“ auf, mit dem Künstler derzeit gut fahren. Kein Wunder also, dass Lena dort ebenfalls mit aufspringt, solange er noch zur Chartspitze fährt.

Ihr Album hat nicht nur Elektro im Angebot, sondern auch eine ruhigere Ballade mit „Sleep Now“ oder den schnelleren Song in Richtung Dubstep mit „The Girl“.

Alles in allem ist „Crystal Sky“ ein gut gemachtes und gelungenes Album. Auch diejenigen, die eigentlich kein Fan der Hannoveranerin sind, dürften überrascht sein. Wie sie selbst auf ihrer Homepage schreibt: „Es steckt viel Herzblut drin“. Und das spürt und hört man definitiv.

Lena: Crystal Sky (Universal). Wertung: 4 von 5 Sternen 

Zur Person:

Geboren: am 23. Mai 1991 in Hannover

Ausbildung: Abitur an der Gesamtschule Roderbruch, Casting-Gewinnerin bei Stefan Raab, Studium der Sprachen und Kulturen Afrikas sowie Philosophie

Größter Erfolg: Sieg beim Eurovision Song Contest 2010 mit dem Lied „Satellite“, das in elf Ländern auf Platz eins kletterte. Seither vielfältige Aktivitäten vom Synchronsprechen bis zur Jurorin in der Castingshow „The Voice Kids“ auf Sat.1.

Familienstand: ledig

Wohnort: Hannover und Köln

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