Immer engagiert: Das Vhs-Orchester spielte in der Adventskirche

Meisterten das Zusammenspiel auf zupackende Art: Die Musiker des Vhs-Orchesters. Foto: Malmus

Kassel. Die gespannte Vorfreude stand den 40 Musikern ins Gesicht geschrieben: Für das Konzert am frühen Sonntagabend in der Adventskirche hatte das Orchester der Volkshochschule ein ambitioniertes Programm einstudiert.

„Seit Langem haben wir kein so großes Konzert gespielt“, freute sich Dirigent Jürgen Oßwald zuvor. Über das vergangene Jahr hatte er mit den Musikliebhabern die Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulis“ von Christoph W. Gluck, ein Solokonzert und die erste Sinfonie von Ludwig van Beethoven erarbeitet. „Mich beeindruckt, wie alle Musiker engagiert auf ihrem jeweiligen Niveau mitmachen“, sagte Oßwald, der das Ensemble nun seit über 30 Jahren leitet. „Das muss ich einfach unterstützen.“

Schon in den ersten Takten der Ouvertüre war dieses Engagement für die rund 70 Zuhörer deutlich zu spüren. Denn im leichten Hall des Kirchenraums entstand ein voller Klang, der sich jedoch auch gut absetzte von zarteren Passagen.

Im Anschluss begleitete das Orchester die junge Pianistin Ayako Ito, die kurzfristig für eine Kollegin eingesprungen war, in Mozarts fünftem Klavierkonzert KV 175. Der leuchtende Esprit dieses Stücks wurde deutlich. Und selbst wenn das Adagio manchmal etwas wankte, die von Ito gut gestaltete, typische Sanglichkeit und die perlenden Läufe im Finalsatz machten Eindruck.

„Es war nicht leicht, ein spielbares wie anspornendes Programm zu finden“, gab Oßwald zu. Doch die Beethoven-Sinfonie wurde am Ende ein echtes Ereignis. Zwar blieb die Sauberkeit hier manchmal etwas stark auf der Strecke. Doch die zupackende Art, wie die Musiker den Rhythmus und das komplizierte Zusammenspiel besonders im ersten und dritten Satz beherrschten, rundeten dieses engagierte Konzert schließlich gelungen ab.

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