Für immer jung: Die Kasseler Band Dylan’s Dream im Theaterstübchen

Sie liehen dem legendären Songschreiber Bob Dylan ihre Stimme: Christine und Jörg Götzfried. Foto: Fischer

Kassel. Wenn gute Wünsche helfen, wird es ein Superjahr für alle, die am Dienstag im Theaterstübchen waren.

Schon zur Begrüßung sagte der Clubbesitzer Markus Knierim: „Möge alles in Erfüllung gehen, was Ihr Euch wünscht.“ Später spielte die Band Dylan’s Dream dann den Song „Forever Young“ mit derselben Aussage.

Aus einer Reihe von Wünschen („May your wishes all come true“) besteht Bob Dylans hymnisches Lied aus dem Jahr 1974. Als Klassiker ist das Stück inzwischen selbst für immer jung. Klar, dass es beim Konzert der Kasseler Band prima ankam.

Überhaupt bauten die Musiker für die Fans des 1941 geborenen Meisters eine „Leiter zu den Sternen“, wie es in „For-ever Young“ heißt. Maßgeblich zum Dylan-Genuss im gut gefüllten Stübchen trug der Frontmann Jörg Götzfried bei, denn sein Gesang kam der Charakterstimme des Vorbilds sehr nahe.

Mit dem richtigen Feeling begleiteten Juri Gretschko (Akkordeon, Keyboard), Peter Gössel (Gitarre), George-Edwin Cully Jr. (Bass), Oli Kirsch (Schlagzeug) und Kathy Freiboth (Geige, Posaune), auch wenn gerade im Geigenspiel noch Luft nach oben war. Eine weitere vokale Farbe kam von Christine Götzfried.

Nebenbei konnte man den Einfluss von Barhockern auf die Intensität der Darbietungen beobachten. Die von den Musikern sitzend absolvierte erste Hälfte war weniger mitreißend als der hockerlose zweite Teil, in dem kraftvolle Soli für Stimmung sorgten.

Viele zeitlose Dylan-Songs begeisterten in den drei Stunden - „Mr. Tambourine Man“, „One More Cup of Coffee“, „Like a Rolling Stone“. „Masters of War“ war eine eindringliche Kritik am militärisch-industriellen Komplex - leider zeitlos, muss man da sagen.

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