Immer noch ganz schön gut: Die Feisten

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Das Erfolgsrezept funktioniert noch: Mathias Zeh (links) und Rainer Schacht sind Die Feisten.

Kassel. Das Duo Die Feisten wurde im proppenvollen Theaterstübchen gefeiert. Draußen gab’s freundliches Wetter, doch drinnen feierten die Leute Mathias Zeh und Rainer Schacht.

Die beiden waren mehr als 20 Jahre zwei Drittel der Kultgruppe Ganz Schön Feist. Nun sind sie unter dem Namen Die Feisten aktiv - und das ist genauso klasse.

Proppenvoll war das Theaterstübchen bei ihrem Auftritt, der um 16 Uhr begann. „Sonntagnachmittag in Kassel - unglaublich“, freute sich Rainer Schacht über die Superstimmung. Und der Göttinger sagte auch, dass er die Wohnortentscheidung seines seit Längerem in Kassel wohnenden Duopartners Mathias Zeh langsam verstehen könne.

Auch im Duo ging das Erfolgsrezept auf, das in der Schere zwischen feinsinnigem Akustikpop und ironischen Texten besteht - wie in „Paul und ich“ aus dem aktuellen Album „Versuchslabor“.

Von der Musik her wäre das Lied Balsam für die Ohren mit der leicht rauchigen, aber sehr smarten Leadstimme Zehs, einer lieblichen Gitarre und Schachts perfekt harmonierender zweiter Stimme. Nur geht es um einen Mann, der mithilfe eines Hündchens Frauen anbaggert: „Paul und ich gehen auf die Hundewiese, keine Kontaktanzeige funktioniert wie diese.“

Geschmeidig arbeiteten sich Die Feisten an weit gestreuten Themen ab. Unter anderem besang man einen Irren, der sich für die Wiedergeburt von James Brown hält. Manchmal wechselte Schacht gekonnt zum Leadgesang. Neue Instrumente hatten sie auch dabei. Zum Beispiel eine Sitar für den armen Ranjid. Der wurde von deutschen Eltern bei einem Indien-Trip gezeugt, weshalb er diesen Namen trägt: „Auch wenn man mir es nicht ansieht, ich heiße Ranjid. Ranjid Siddhartha. Und Schulze heißt mein Vater.“

Von Georg Pepl

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