Johanna Pletsch-Kampka stellt im Unternehmenspark aus

Individuelle Botschaften

Idyll mit Schrecken: Das neueste Bild „Besinnung“. Foto: Ammermüller

Kassel. „Meine Bilder geben das Leben wieder, wie es gelebt wird“, sagt Johanna Pletsch-Kampka, „und alles, was sich daraus lesen lässt.“ Und weil die Kasseler Malerin viel unterwegs ist und die Eindrücke ihrer Reisen verarbeitet, erzählen ihre Werke Geschichten aus unterschiedlichen Regionen und Kulturen. In einer „Workshow“ im Unternehmenspark (UPK) zeigt Pletsch-Kampka Arbeiten aus zehn Jahren, in denen sie zu einer unverkennbaren Handschrift gefunden hat.

Die Bilder der gebürtigen Breslauerin haben Botschaften, die ganz individuell gelesen werden können. Im aktuellsten Bild verarbeitet sie die Katastrophe von Fukushima. Groß und rot steht die aufgehende Sonne im Zentrum einer Szenerie mit der friedlichen Idylle eines Fischers und den bedrohlich spitzen Strahlen einer Macht, deren Herkunft nicht auszumachen ist. Schmetterlinge steigen hoffnungsvoll der Sonne entgegen. Erst das Gesicht einer Frau, in dem sich Trauer und Hilflosigkeit spiegeln, geben dem Bild einen Tenor in der Interpretation. Der Titel, „Besinnung“, ist wie eine Aufforderung an den Betrachter.

Pletsch-Kampka hat eine eigene Technik entwickelt: Durch das Wegwaschen von noch nicht getrockneten Farbüberständen und dem Auftragen in mehreren Schichten schafft sie Tiefe und Lebendigkeit. Der fantastische Realismus, eine Mischung aus Abstraktem und Gegenständlichem, verdichtet das Dargestellte zu spannend erzählten Geschichten.

Bis 1.7., UPK-Verwaltungsgebäude, Lilien-thalstr. 25, Mo - Fr 10 bis 17 Uhr. Führung n. V., Tel. 0561 / 88 20 254.

Von Kirsten Ammermüller

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