Schwarzer Humor mit "Gatte gegrillt":

Ingrid Steeger spielt wieder in der Komödie

Schwierige Dreierkonstellation: Laura (Juliette Groß, links), Kenneth (Bruno Bachem) und Hilary (Ingrid Steeger). Foto:  nh

Kassel. Ingrid Steeger hatte im vergangenen Frühjahr wochenlang für ein volles Haus in der Komödie gesorgt, als sie die Hauptrolle in „Jackpot“ spielte. Nun ist sie als Racheweib Hilary zurück in Debbie Isitts 1991 uraufgeführtem Stück "Gatte gegrillt".

Ausgerechnet: Die verlassene Ehefrau Hilary (Steeger) lädt ihren Ex-Gatten und dessen jüngere Neueroberung boshafterweise zum Abendessen ein. Ein fieser Showdown beginnt.

„Das Stück besticht durch seinen gut geschriebenen Text und den subtilen schwarzen Humor“, sagt Ingrid Steeger. „Sehr britisch, sehr makaber. Ein oberflächlicher Schenkelklopfer ist das nicht.“ Gerade am Ende gehe die ganze Sache für den Ex-Ehemann nicht gerade freundlich aus.

Es ist die klassische Situation: Hilarys Mann Kenneth verlässt sie nach zig Ehejahren für eine Jüngere. Nur: Diese Laura kann nicht kochen - am liebsten bliebe er also im Bett bei Laura, aber am Esstisch bei Hilary. Zum dritten Hochzeitstag des neuen Paares lädt Hilary die beiden scheinheilig zu einem Abendessen ein. Grundsituation des Theaterabends.

„Von hier aus arbeiten wir viel mit Rückblenden“, erklärt Steeger. So wird die Geschichte iunter der Regie von Erik Voss aufgefächert, bis Kenneth immer mehr in die Enge getrieben wird - „meine Lieblingsszene“, sagt die Star-Schauspielerin.

Auf die Zeit in Kassel hat die zierliche Blondine sich gefreut, sie trifft Bekannte, die sie 2011 kennengelernt hat, und hat ihren Yorkshire-Terrier Eliza Dolittle dabei, den ihr die Kasseler Komödie letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt hatte. Jetzt am 1. April ist Ingrid Steger 65 geworden, „Geburtstage bedeuten mir nichts, ich hatte schon so viele“.

Friedrich-Ebert-Straße 39, Karten: 0561-18383, Premiere am Donnerstag, Generalprobe am Mittwoch, 20 Uhr.

Von Bettina Fraschke

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