Musikverein Vellmar mit Filmmelodien bei der Vorpremiere von „Sommer im Park“

Inspiration beim Stempeln

Bunte Musikauswahl: der Musikverein Vellmar mit Leiter Thomas Nixdorf beim Auftritt im Vellmarer Theaterzelt. Foto: Zgoll

VELLMAR. Eine hübsche Legende umgibt den „Deutschmeister-Regimentsmarsch“ von Wilhelm August Jurek. Angeblich soll Jurek die Inspiration ereilt haben, als er die Urlaubsscheine für seine Soldatenkollegen stempelte.

Das war 1893, sechs Jahrzehnte später wurde dann die Geschichte des beliebten österreichischen Marsches mit der jungen Romy Schneider verfilmt. Wissenswertes rund um die Musik erzählte Moderator Volker Fach bei der Vorpremiere des Festivals „Sommer im Park“. Der Musikverein Vellmar servierte im Theaterzelt Film- und Musicalmelodien – und ließ die Deutschmeister schlendern und marschieren.

Fein justiertes Tempo

Mit Feingefühl für das Drosseln und Beschleunigen des Tempos gab Dirigent Thomas Nixdorf dem Marsch die passende wienerische Note. Ein Spaß zum Mitklatschen im regulären Programm und als Wiederholung am Beginn des Zugabenblocks, der außerdem ein Geburtstagsständchen parat hatte.

Lob verdient der vor vierzig Jahren gegründete Musikverein für sein großes Repertoire. Fast drei Stunden dauerte der Abend mit einer bunten Musikauswahl, bei der „Die glorreichen Sieben“ und James Bond vorbeischauten und Komponisten wie Ennio Morricone, Leonard Bernstein und Andrew Lloyd Webber gespielt wurden. Flott ließ man Westernhelden reiten, träumerisch war die Stimmung bei „Jenseits von Afrika“. Gut klappten die schnellen Wechsel bei den anspruchsvollen Stücken. Mal majestätische, mal lyrische Bläserklänge erfüllten das Festzelt - und die Würze von Schlagzeug und Percussion.

So war es Hobby-Musik von ihrer gewinnenden Seite, wenn auch nicht vor riesigem Publikum. Aber wie sagte Moderator Fach: „Freuen Sie sich über eine individuelle Musikbetreuung: 100 Gäste, 50 Musiker.“

Von Georg Pepl

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