Interview: Ivy Quainoo über ihr erstes Album: „Bin richtig stolz“

Auf dem Weg, die Charts zu stürmen: Castingstar Ivy Quainoo hat ihr erstes Album auf dem Markt. Foto: universal

Mit gerade einmal 18 Jahren gewann die Berlinerin Ivy Quainoo die Castingshow „The Voice of Germany“. Nur wenige Wochen später ist nun ihr erstes Album im Handel erhältlich. Es trägt schlicht den Titel „Ivy Quainoo“ und bietet Soul, gesungen mit einer außergewöhnlichen Stimme.

Die 19-Jährige tritt am 7. Juni im Kulturzelt in Wolfhagen auf. Wir sprachen mit ihr über das Album und den Beginn der Karriere.

Kaum ist die Castingshow „The Voice of Germany“ vorbei, schon haben Sie als Siegerin ein Album auf dem Markt. Wie schnell haben Sie das Album produziert?

Ivy Quainoo: Eingesungen habe ich es innerhalb von acht Tagen, und dann haben wir noch zwei Wochen produziert und gebastelt, bis es endgültig fertig war.

Wie qualitativ hochwertig kann es sein, wenn Sie das Album in nur acht Tagen eingesungen haben?

Quainoo: Es kommt ja immer auf den Hörer an. Ich finde, dass es für acht Tage sehr gut geworden ist. Nicht immer entscheidet die Produktionslänge über die Qualität. In den acht Tagen war leider keine Zeit, eigene Songs zu schreiben.

Würden Sie dennoch von einem persönlichen Album sprechen?

Quainoo: Auf jeden Fall! Wir haben uns vorher zusammengesetzt, und ich kannte die Songs. Ich wusste, welche Songs auf das Album sollen. Ich hatte ja die Möglichkeit, die Songauswahl zu treffen. Sascha von The BossHoss hat auch mitgeschrieben.

Es sind viele Coversongs wie „Soul Suckers“ und „Shark In The Dark“ auf dem Album zu hören.

Quainoo: Das war eine bewusste Entscheidung. „Soul Suckers“ habe ich selbst ausgesucht. Das war ein persönlicher Wunsch.

Viele Käufer Ihres Albums beim Internethandel Amazon entscheiden sich auch für Stefanie Heinzmann. Ist das ein ganz ähnlicher Stil?

Quainoo: Bei Stefanie Heinzmann ist auch das Soulige drin. Der Stil ist durchaus vergleichbar.

Ihre erste Single ist direkt auf Platz zwei eingestiegen. Das Album auf Platz fünf. Viel besser geht es ja nicht.

Quainoo: Ich bin richtig stolz und freue mich. Klar geht es noch besser, aber für den Anfang ist das sehr gut.

Haben Sie Angst vor dem Absturz, den viele Castingstars erlebt haben?

Quainoo: Das kann passieren, aber es kann genauso vielen Newcomern passieren, die direkt neu auf den Markt kommen und versuchen, sich zu behaupten. Ich kann zwar nicht in die Zukunft blicken, aber ich habe ein gutes Gefühl.

Eigentlich wollten Sie nie zu einer Castingshow. Was hat Sie an „The Voice of Germany“ gereizt?

Quainoo: Es war eine spontane Entscheidung, und ich hätte auch nie gedacht, dass es so weit geht. Ich fand das Konzept interessant: dass nur die Stimme bewertet wird am Anfang, nur Leute durchkommen, die singen können, und man nicht erniedrigt wird.

Sind Sie durch die Teilnahme an der Show reifer geworden?

Quainoo: Musikalisch auf jeden Fall. Vorher habe ich nicht so professionell Musik gemacht, wie ich es jetzt tue. Da bin ich in meiner Persönlichkeit gewachsen.

Der Erfolg bringt doch sicher eine große Lebensumstellung mit sich?

Quainoo: Ich bin ja direkt nach dem Abitur in die Show. Ich hab dann zwischendurch noch kurz gejobbt, aber das ist jetzt schon eine große Umstellung. Ich hab viele Termine und dadurch auch etwas weniger Zeit für Freunde und Familie. Aber ich telefoniere viel.

Ivy Quainoo: Ivy Quainoo (Universal). Ivy Quainoo tritt am 7. Juni im Kulturzelt in Wolfhagen auf. Karten gibt es beim HNA-Kartenservice: 0561/ 203-204.

Zur Person: Das ist Ivy Quainoo

Ivy Quainoo, ghanaischer Abstammung, kam 1992 in Berlin zur Welt. Nach Ablegen des Abiturs am Schiller-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg besuchte sie die Bühnenkunstschule in Berlin-Kreuzberg. Spontan entschied sie sich bei der Castingshow „The Voice of Germany“ mitzumachen. Sie gewann die Show und hat ihr erstes Studioalbum auf dem Markt. (flq)

Von Florian Quanz

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