Gesangswettbewerb in der Musikakademie

Das Italien Asiens

KASSEL. Eine hübsche Redensart kam von Musiktage-Leiter Dr. Dieter Rexroth am Freitagabend im Saal der Musikakademie: Man spreche von Korea als dem Italien Asiens. Beim öffentlichen Finale des Peredur-Wettbewerbs jedenfalls waren lauter koreanische Sänger zu hören.

Der Förderverein der Druiden-Loge Peredur hatte für Studierende der Musikakademie diesmal den Wettbewerb „Stimme plus“ ausgelobt. 3150 Euro an Preisgeld wurden vergeben, und erstmals fand das Kräftemessen bei den Kasseler Musiktagen statt.

Nachdem sich in der Vorrunde acht Duos der Jury gestellt hatten, bestritten vier Duos das Finale. Man bekam im vollen Saal einen zwiespältigen Eindruck: Mancher Auftritt war attraktiv, manches verbesserungswürdig, besonders die deutsche Aussprache bei Liedern Spohrs und Mahlers.

Zwischendurch erörterten Dieter Rexroth und Musikakademie-Direktor Peter Gries die hohe Bedeutung von Wettbewerben für das Musikleben. Und dann zog sich die Jury zurück - neben Rexroth als Vorsitzendem gehörten ihr die Berliner Mezzosopranistin Friederike Meinel, der Pianist Walewein Witten (Staatstheater) sowie Hartmut Fritsche und Werner Nolte als Vertreter der Loge Peredur an.

Ein überzeugendes Votum: Den ersten Preis erhielten die anmutige Sopranistin Sunae Park und die Pianistin Bora Choi, die sich nicht nur musikalisch gewandt ins Rennen begeben hatten – mit Partnerlook und apartem Kostüm.

Zweite Preise gingen jeweils an Hyun Joo und Minij Kim sowie Yeo-Jin Lee und Hwi-Mii An – das Duo um den kraftvollen Bariton Hyun Joo wurde außerdem mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Den dritten Preis bekamen Hyejin Park und Sooyoung Yoon.

Von Georg Pepl

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