60 Jahre nach erstem Auftritt: Brian Scotty Wilson feiert mit Freunden

Der Mann mit dem besonderen Blues-Feeling: Brian „Scotty“ Wilson, der seit 60 Jahren das Schlagzeug bedient. Foto Zgoll

Kassel. Leidenschaftlich ging es am Samstagnachmittag im ausverkauften Theaterstübchen zu, als Schlagzeuger und Sänger Brian „Scotty“ Wilson seine nunmehr 60 Jahre Bühnenerfahrung feierte.

Gemeinsam mit den Musikern der Brian-Scotty-Wilson-Band (Harald Wehnhardt, Hansi Rödig, Ernst Iben, Gerd Hallaschka) zeigte der Drummer, dass er seine Berufung gefunden hat und diese noch immer leidenschaftlich verfolgt: Bei seinen Schlagzeugsoli beförderte Wilson, der im Schottenrock gekommen war, Mikrofon und Noten auf den Boden, verkleidete sich zwischendurch als „Scheich aus Niedenstein“ und erzählte, dass seine Schlagzeug-Sticks von Anfang an bei ihm wie von allein getanzt haben. „Was unter dem Schottenrock ist, ist ein Geheimnis“, scherzte er mit den Zuschauern.

Unter dem Titel „Scottys Swinging World“ spielten die Musiker gecoverte Songs wie „I feel good“ von James Brown und „Englishman in New York“ von Sting, dessen Text von Wilson kurzerhand in „Ich bin ein Schotte in Kassel-Stadt“ abgeändert wurde. Aber auch eigene Kompositionen wie das von Wehnhardt geschriebene Stück „Seit es dich gibt“ standen auf dem Programm.

Nach einer Dia-Show, die von Andrea Ortolano moderiert wurde und verschiedene Stationen aus Wilsons musikalischem Leben wie seinen Beitritt zu den „Sonics“ in den 70er-Jahren zeigte, kamen auch andere Musiker und Freunde von Wilson auf die Bühne und performten gemeinsam einige Lieder.

So überzeugten besonders Trompeter Jürgen Sprenger und Jürgen Damm am Piano. „Wir haben nun ein Alter erreicht, in dem mit unserem Ableben nicht mehr zu rechnen ist“, sagte Banjo-Spieler Bela von Serényi und lobte Wilsons Lebensfreude, Leichtigkeit und sein besonderes „Blues-Feeling“. Auch Pläne für die Zukunft machte Brian „Scotty“ Wilson. „In zehn Jahren mache ich das wieder“, kündigte Wilson an. „Kommt ihr dann wieder?“, fragte er das Publikum, das laut klatschend bejahte.

Von Yvonne Albrecht

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