Steve Gibbons und Band im Theaterstübchen

300 Jahre für den Rock’n’Roll

Gelassenheit pur: Steve Gibbons. Foto: Malmus

Kassel. Der 1941 in Birmingham (England) geborene Sänger und Gitarrist Steve Gibbons hätte die großen Bühnen verdient. Doch wären dann die fleißigen Clubbesucher in den Genuss gekommen, diesen charismatischen „Lord of the Rock ‘n‘ Blues“ aus nächster Nähe erleben zu dürfen?

Wahrscheinlich nicht, und so bleibt für die Liebhaber intimer Konzertatmosphäre dieser Musiker der Extraklasse immer in Reichweite. Diesmal schaute Gibbons mit Band im Theaterstübchen vorbei. Beim ersten Akkord vergaß man den Dauerregen, schnell schwebten die 40 Gäste zwischen wärmender Nostalgie und zeitloser Spielfreude auf einer Wolke der Begeisterung.

Die fünf Herren, auf die sich über 300 Lebensjahre verteilen, rockten mit einer Gelassenheit, gegen die Altkanzler Helmut Schmidt wie ein Duracell-Hase wirkt. Das Spiel von Pianist Phil Bond aus Worcester hatte mindestens so viel Aroma wie die gleichnamige Gewürzsauce. Und neben Bassist John Caswell und Drummer Howard Smith könnte eine Bombe explodieren, sie würden nicht aus dem Takt fallen.

Sologitarrist Howard Gregory sorgte für melodische Abwechslung, doch schon die Kompositionen streunten durch allerlei Stile. Country, Bluegrass, Jazz, Rock’n‘Roll und Easy Listening gehörten zum Angebot. Gibbons brachte mit seiner bassgetränkten Stimme und einem faszinierenden Bewegungsminimalismus alles zum Klingen. „No spitting in the bus” und „Down in the bunker” durften nicht fehlen. Großer Applaus.

Von Andreas Köthe

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