25 Jahre: Wildecker Herzbuben feiern dickes Jubiläum

Wilfried Gliem heute

Mit "Herzilein" landeten die Wildecker Herzbuben einen Mega-Hit. Nun feiert das Volksmusik-Duo sein 25-jähriges Bestehen. Der erste Auftritt fand am 30. April 1990 in Treysa statt.

Schwalmstadt. Als Wilfried Gliem mit Wolfgang Schwalm an deisem Donnerstag vor 25 Jahren auf der Bühne von Susis Café in Schwalmstadt stand, wusste er, dass sich sein Leben ändern würde. Am 30. April 1990 hatten die Wildecker Herzbuben ihren ersten Auftritt - vor mehr als 400 Zuschauern im Café in der Treysaer Innenstadt.

Wenige Wochen zuvor hatte das heimische Volksmusik-Duo seine Single „Herzilein“ veröffentlicht, die die Fans damals schon auswendig konnten. „Danach liefen die Maschinen los“, sagt Gliem (68). Bis zu 70 000 Einheiten wurden damals pro Tag verkauft. Die Wildecker Herzbuben schrieben eine der dicksten Erfolgsgeschichten der Volksmusik.

Für Gliem war der Premierenauftritt in Schwälmer Tracht ungewohnt: Bis dahin hatte der gelernte Versicherungskaufmann aus Wildeck mit bis zu sieben anderen Musikern live Musik gemacht - ob auf Volksfesten oder in Kirmeszelten. Nun sang er mit seinem Kollegen Schwalm Halb-Playback.

Mit „Herzilein“ wurden die Herzbuben zu viel gefragten Stars. Allein 1991 schafften sie 370 Auftritte. Bis heute hat sich der Song aus der Feder von Carola und Burkhard Lüdtke 30 Millionen Mal verkauft. Die Rechteinhaber hat er reich gemacht, für die Interpreten blieb nur ein Bruchteil.

Ihren Hit haben die Herzbuben dem Eschweger Schlagersänger Gerd Grabowski alias G.G. Anderson zu verdanken. Dessen Plattenfirma suchte verzweifelt einen passenden Interpreten für das Stück - bis Anderson auf Gliem und Schwalm kam.

Gliem, der mit seiner Frau in Hönebach (Kreis Hersfeld-Rotenburg) lebt, mag das Lied auch 25 Jahre und 4000 Auftritte später noch: „Für uns ist es immer noch schön zu sehen, wie ,Herzilein’ bewegt. Wenn die Trompete einsetzt, hellen sich die Gesichter auf.“

Die im Herbst erschienene Schlager-CD „Sommer, Sonne, Herzilein“ floppte hingegen. „Es war die falsche Musik, und das Mallorca-Feeling kam bei unserem Stammpublikum nicht an“, sagt Gliem, der zuletzt Schlagzeilen machte, weil er in den „Promi Big Brother“-Container von Sat.1 ziehen wolle. Er könne das zwar nicht ausschließen, bislang habe es aber keinen Kontakt mit der Produktionsfirma gegeben, versichert der Familienvater, der vier Kinder, acht Enkel und zwei Urenkel hat.

Ab Dezember ist er mit Schwalm in Hape Kerkelings Bestseller-Verfilmung „Ich bin dann mal weg“ im Kino zu sehen. Die Herzbuben werden noch lange nicht weg sein. Sogar eine Rolle im „Tatort“ kann sich Gliem vorstellen: „Ich spiele alles, sogar die Leiche.“

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