Konzert zum Jubiläum der Stiftskirchen-Orgel: Wie vor 40 Jahren

Martin Baumann

Kaufungen. Man fühlte sich 40 Jahre zurückversetzt. Wie war das damals? Einige Zeitzeugen waren auch am Sonntag in der Stiftskirche, aber bei der damaligen Orgelweihe waren es sicher mehr Zuhörer als beim Jubiläumskonzert am Sonntag.

Natürlich waren auch die Akteure andere als damals: Prof. Manfredo Zimmermann (Traversflöte) von der Musikhochschule Köln und Martin Baumann, Kirchenmusiker an der Stiftskirche (Cembalo und Orgel). Die Präludien und Fugen a-moll BWV 543 und G-Dur BWV 541 von J. S. Bach spielte Baumann im ersten Teil. Bei der Wahl der Tempi nahm er Rücksicht auf die Akustik, so- dass man sich der ganzen Schönheit dieser barocken Werke bewusst werden konnte.

Vor 40 Jahren war der ganze erste Konzertteil Johann Sebastian Bach gewidmet, jetzt waren bei der Sonate für Flöte und Cembalo g-Moll die Vornamen ersetzt durch Carl Philipp Emanuel, der nach neuesten Erkenntnissen der Komponist dieser Sonate ist.

Moderne Ohren müssen sich erst wieder an den Klang einer barocken, nachgebauten Traversflöte gewöhnen. Wenn sie aber mit solch technischer Perfektion gespielt wird wie von Prof. Zimmermann, wird das Hören im Zusammenspiel mit dem Cembalo zum Genuss.

Max Regers Toccata und Fuge d-moll op. 129 bildeten den Abschluss dieses historischen Konzerts, wobei die ganze Vielfalt der Register ausgekostet wurde. Wie ein Orgelweihe-Programm heute gestaltet wird, erfahren wir vielleicht, wenn die Wilhelm-Orgel von 1802 fertig saniert ist.

Von Gerhard Rassner

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