CD-Tipp: Jake Bugg, das Ein-Mann-Brit-Pop-Wunder

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Ganz im klassischen Singer-/Songwriter-Stil gehalten: Das Cover von Jake Buggs selbstbetiteltem Debüt-Album

Jake Bugg ist erst 19 Jahre jung. Trotzdem vereint er bereits auf seinem Debüt-Album das Beste der britischen Popmusik, angefangen in der Beatles-/Who-/Kinks-Beat-Ära über die großen Singer-Songwriter à la Donovan, John Martyn und Nick Drake bis hin zur Hoch-Zeit von Oasis, Blur und Pulp.

Seine Kunst besteht darin, von den Vorbildern gelernt zu haben, sie aber nicht zu kopieren. Sein zweites großes Talent: Mit nur drei Akkorden schreibt er Songs, die berühren, weil sie vom wahren Leben in den Siedlungen und Städten erzählen, vom Frust und der Eintönigkeit und vom Willen, aus all dem auszubrechen. 

Die Texte entfalten sich über eingängige Melodien, für die JB ein Gespür hat wie aktuell kein Zweiter im Brit-Pop. Man höre nur „Two Fingers“, den Song, mit dem er die zurzeit übermächtigen Mumford & Sons von Platz eins der englischen Charts verdrängte, „Trouble Town“ oder „Lightning Bolt“ mit der großartigen Textzeile „I met her, as the angels parted for her / but she only brought me torture“ (Ich traf sie, als die Engel Platz für sie gemacht hatten / aber sie hat mich nur gefoltert). Und dann ist da noch diese Falsett-Stimme, die einen nicht mehr los lässt.

Bugg hat erst vor sieben Jahren, da war er zwölf und hatte bis dato nur Fußball gespielt, begonnen, Gitarre zu spielen und erste Songs zu schreiben. Es wird eine Freude sein, ihn über die nächsten Jahre zu begleiten und zu verfolgen, wie er (hoffentlich) zu einem der wichtigsten Musiker seiner Generation heranwächst. (wd)

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