Bond-Jubiläum

Bond-Jubiläum: Vor 50 Jahren war der Spion erstmals im Kino zu sehen

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James Bond von 1995 bis 2002: Pierce Brosnan.

Er ist der bekannteste Spion aller Zeiten - und ausgerechnet ein Dialog über Meeresweichtiere ist von seinem Leinwanddebüt am stärksten in Erinnerung geblieben.

„Was machen Sie hier, suchen Sie Muscheln?“, fragt Ursula Andress den Superagenten. Sie ist Honey Rider, die Bikinischönheit, die wie eine Venus aus dem Wasser steigt und am Karibikstrand auf James Bond trifft, der sie beobachtet. „Nein, schöne Mädchen!“, entgegnet der Agent 007. Und dann kommt alles, wie es kommen muss. Nur kurz wird das Techtelmechtel durch unbequeme Unholde unterbrochen.

Quiz

Der berühmte Spion war vor 50 Jahren zum ersten Mal auf der Kinoleinwand zu sehen. In unserem Quiz können Sie testen, wie gut Sie die Bond-Filme kennen.

Vor 50 Jahren begann der beispiellose Erfolg der am längsten laufenden Filmreihe der Welt: Am 5. Oktober 1962 war Weltpremiere für „James Bond jagt Dr. No“. Vorlage für dieses und weitere Abenteuer waren James-Bond-Romane des Geheimdienst-Insiders Ian Fleming. Produzent Albert R. Broccoli erkannte das Potenzial des Stoffes, seine Firma hat den Geschichten um den Geheimagenten Ihrer Majestät das angemessene, opulente Format gegeben sowie Figur und Stoffe stetig weiterentwickelt. Mittlerweile hat sie 22 Abenteuer präsentiert. Premiere für „Skyfall“ ist am 23. Oktober.

Entstanden in der Zeit des Kalten Krieges, wandelten die 007-Filme die reale politische Bedrohung übersteigert und personalisiert ab: Hier gab es einen Superschurken, der die Weltherrschaft übernehmen oder aber die Welt vernichten wollte und dazu ein immenses Aufgebot an Waffen, Chemikalien und Finstermännern aufbieten konnte. Nur einem gelang es, sich dem in den Weg zu stellen: Bond.

Die Titelmelodien der einzelnen James-Bond-Filme finden Sie hier.

Stetig wandelten sich die Stoffe, zuletzt ging es um Themen wie Rohstoffsicherung und Terrorismusfinanzierung. Was bleibt, sind die spektakuläre Ausstattung des Helden mit Autos, Waffen und Technik-Spielzeugen, die exotischen Schauplätze, die schönen Frauen, die Eleganz und Souveränität des Helden. Es ist kein Problem für den britischen Geheimdienstmann, den Taucheranzug abzustreifen und darunter bereits das weiße Dinnerjackett zu tragen für den nächsten Einsatz.

Auch die Agententypen haben sich gewandelt. Sean Connery, der Ur-Bond, war noch der maskuline Machotyp, lässig, Herzensbrecher, weltgewandt. Es folgten Eintagsfliege George Lazenby, der ironische Roger Moore, der hölzerne Timothy Dalton und der geschniegelte Pierce Brosnan, bis es 2006 mit „Casino Royale“ und Daniel Craig einen echten Neustart gab.

Bilder: Die Liste der Bondgirls

Die Liste der Bond-Girls

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen James-Bond-Homepage.

Damit kam die Reihe endgültig in der Gegenwart an. Wurde härter, der Held muss mehr einstecken. Und das Elitäre von früher ist weg. Trotzdem bleibt ein James-Bond-Charakteristikum bestehen: An das spektakuläre Drumherum erinnert man sich meist deutlicher als an die eigentliche Handlung. Und wenn die Musik, das berühmte James-Bond-Thema ertönt, haben Millionen Menschen sofort an den Vorspann vor Augen mit dem Blick durch den Pistolenlauf auf den Agenten mit der Lizenz zum Töten.

Von Bettina Fraschke

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