Die Kasseler Formation „Luna Park“ feierte im Kulturzentrum Schlachthof ihr 20-jähriges Bestehen

Jazz-Jubiläum mit viel Humor

Luna Park heute, nach 20 Jahren: (von links) Urban Beyer, Jörg Müller-Fest, Werner Kiefer, Ulli Götte und Heiko Eulen. Foto: Herzog

Kassel. „Wir sahen aus, wie das, was wir waren: Studenten mit wirren Ideen“, erinnerte sich Saxofonist Werner Kiefer amüsiert über die Anfänge der Band. Im Umkreis des Fachbereichs Musik der Uni Kassel hatten sich Kiefer, Schlagzeuger Jörg Müller-Fest, Trompeter Urban Beyer, Keyboarder und Pianist Uli Götte und Bassist Heiko Eulen kennengelernt.

Zwanzig Jahre ist das nun her. Am Donnerstag feierte das Kasseler Quintett „Luna Park“ im Schlachthof vor 60 Besuchern Jubiläum. Es wurde ein fröhlicher Abend und ein Konzert voller Jazz, guter Laune und jeder Menge humorvoll gereichter Erinnerungen. Die lieferte Kiefer im Stil eines geübten Kabarettisten: „Wir dachten, dass wir unheimlich viel Geld verdienen könnten. Beim Bonner Presseball oder so. Gespielt haben wir dann aber oft nur für freies Geleit aus dem Hinterausgang.“

Solistisches Können

Zwei Jahrzehnte ist das her. Die Musik des spielfreudigen Quintetts jedoch hat nichts mit dem Bandalter gemein. Frisch, gekonnt und leidenschaftlich kredenzten die Künstler ihren Jazz. Beim ersten Stück durfte jeder Musiker gleich mal zeigen, was er als Solist kann. Nicht wenig, darf man bilanzieren. Wie Kiefer gekonnt sein Saxofon wirbeln, Beyer die gestopfte Trompete aufschreien ließ, Götte auf den Tasten tanzte und Müller-Fest und Bassist Eulen den Rhythmus-Teppich schmückten, das war Jazz vom Feinsten.

Später dominierten dann zumeist Saxofon und Trompete. So bei „Mr. Age“ oder der exotisch gefärbten „Afrika-Suite“. Temperamentvoll und mitreißend intonierten die Musiker auch das Stück „Diego“, das die Band einst dem Fußball-Zauberer aus Argentinien widmete.

Die meisten Stücke, so erfuhr man von Werner Kiefer, hat Uli Götte für die Band geschrieben. Der Tüftler an den Tasten bekam dafür von Kiefer ein Sonderlob.

Fazit: Das Publikum genoss Musik und Stimmung. Die Bandmitglieder ebenfalls: „Wenn man sich wohlfühlt und dem Publikum gefällt es - mehr geht nicht“, resümierte Kiefer ins Mikro. Viel Applaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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