Von Pop bis Jazz: Das Kulturzelt war selten so jung wie in diesem Jahr

Jane Birkin (oben links) rauchte in den 70ern mit ihrem Partner Serge Gainsbourg, dessen Lieder sie in Kassel singt.

Kassel. Ihr Liebesstöhnen im Skandalhit „Je t’aime ... moi non plus“ brachte einst den Vatikan auf die Palme. In diesem Sommer ist Jane Birkin einer der vielen Stars im Kasseler Kulturzelt.

Auch mehr als vier Jahrzehnte nach dem schönsten Stöhnen der Pop-Geschichte ist Jane Birkin immer noch eine Ikone. 1969 nahm die britische Schauspielerin mit dem Chansonnier Serge Gainsbourg den Song „Je t’aime, moi non plus“ auf.

Mittlerweile ist Birkin 65 und in diesem Sommer einer der Stars im Kasseler Kulturzelt: Mit japanischen Musikern wird sie Lieder von Gainsbourg interpretieren, mit dem sie zwölf Jahre ein Glamour-Paar war.

Tickets gibt es ab dem 21. März beim HNA-Kartenservice, 0561/203-203, www.hna-kartenservice.de

Das Magazin „Neon“ schrieb über Birkin: „Coolness, Schönheit, Weisheit: Diese Frau hat alles.“ Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn man das auch über das Kulturzelt sagt, das am 6. Juli in die neue Saison startet. Im documenta-Jahr haben die Organisatoren Angelika Umbach und Lutz Engelhardt ein besonderes Programm zusammengestellt, das neben Birkin andere Stars präsentiert wie die Rocklegende Eric Burdon und den südafrikanischen Jazz-Trompeter Hugh Masekela.

Das komplette Programm finden Sie hier.

Vor allem aber bietet es neue Gesichter. „Wir interessieren uns besonders für die aktuellen Entwicklungen der Musik“, sagt Umbach. Im 26. Jahr wirkt das Festival jünger denn je. Mit dem 22-jährigen Max Prosa, den der Boulevard den „Dylan von Berlin“ getauft hat, gastiert einer der talentiertesten Singer/Songwriter an der Drahtbrücke. Das Hamburger Duo Boy durfte mit seinem Gute-Laune-Pop zuletzt die Berlinale eröffnen und ist für den Echo nominiert. Und mit dem Berliner Elektronik-Künstler Sascha Ring alias Apparat zieht sogar ein Hauch von Techno in die schicke Konzertmuschel.

Trotzdem kommen auch zahlreiche Publikumslieblinge wie der schwedische Jazzer Nils Landgren und der kubanische Pianist Roberto Fonseca erneut nach Kassel. Es gibt also keinen Grund zum Stöhnen im Kulturzelt.

Von Matthias Lohr

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