Jetzt kocht er auch noch: Horst Lichter im Interview

Der Mann mit dem markanten Schnauzer: Mit seinen zwei Live-Programmen „Sushi ist auch keine Lösung!“ und „Kann denn Butter Sünde sein?“ hat Horst Lichter rund 250 000 Zuschauer begeistert.

Mit seiner neuen Show „Jetzt kocht er auch noch“ gastiert der unterhaltsame TV-Koch in Kassel und Göttingen. Mit uns sprach der Rheinländer über sein neues Programm.

Herr Lichter, der Titel Ihrer neuen Show „Jetzt kocht er auch noch“ droht etwas ironisch das an, was Sie ja eh schon auf der Bühne tun. Was können wir von Ihrer neuen Show erwarten?

Horst Lichter: Ich entführe die Zuschauer in ein Gasthaus und möchte ihnen zeigen, was ein schöner Abend für mich bedeutet. Es ist schwer für mich, das Programm zu erklären, aber ich war noch nie so sehr bei mir wie bei dieser Show. Mir ist wichtig, dass die Menschen nach dem Abend rausgehen und sagen: Gott, wat war dat schön! Und was das Kochen angeht, zeige ich jetzt, dass ich das sogar richtig gelernt habe.

Geben Sie uns einen kleinen Einblick: Welche Gerichte stehen bei der Show auf Ihrem Kochplan?

Lichter: Zunächst mal wird die Richtung natürlich wieder typisch Horst Lichter sein, also sehr bodenständig. Ich werde zum Beispiel zeigen, wie man eine sensationelle Bratensoße macht, auch wenn man keine Zeit hat. Und zwar ganz ohne zu pfuschen und komplett ohne Tütenprodukte.

Ein Horst Lichter schmäht bekanntlich weder gute Butter noch Sahne. Wie passt Ihr Koch-Konzept damit überhaupt in die moderne, bewusste Küche?

Lichter: Man sollte gar nicht immer nur gesund essen. Wo bliebe denn da der Spaß? Butter und Sahne waren nie böse, Schokolade und Speck waren auch nie böse. Was das böse macht, ist die Menge. Ich biete den Menschen einfach Genuss. Mit Maß ist das auch völlig okay. Es ist doch immer so, wir wissen nur die Dinge zu schätzen, die wir nicht im Überfluss haben. Nehmen wir doch nur mal die Sonne. Wie sehr sehnen wir uns nach diesem Winter nach ihr...

Apropros, haben Sie ein einfaches Rezept, das so richtig auf den Frühling einstimmt?

Lichter: Für mich hat Salat viel mit Frühling zu tun. Verschiedene Blattsalate, frischer Spinat, Mörchen. Für die Farbe dann einfach noch ein bisschen Obst reingeschnitten, und fertig. Man kann wunderbar einen Apfel mit an den Salat geben oder eine Apfelsine. Darüber dann noch ein leichtes Joghurtdressing mit Senf und Essig und fertig. Das ist doch wie Frühling von innen.

Horst Lichter - „Jetzt kocht er auch noch“: Samstag, 4. Mai, 20 Uhr, Stadthalle Kassel. Sonntag, 5. Mai, 19 Uhr, Lokhalle Göttingen.

Tickets beim HNA-Kartenservice, Tel. 0561/ 203 204.

Zur Person

Horst Lichter (51) wurde in Nettersheim in der Eifel geboren. Nach einer Ausbildung zum Koch arbeitete der Sohn eines Bergmanns zunächst im Tagebau und auf einem Schrottplatz. 1990 eröffnete Lichter sein erstes Restaurant in der Nähe von Köln. Im Fernsehen wurde der Rheinländer vor allem durch die Kochshow „Lafer! Lichter! Lecker!“, mit seinem Kollegen Johann Lafer bekannt. Lichter lebt mit seiner dritten Frau Nada im Schwarzwald. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Kinder.

Von Sina Hühne

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