Die Kasseler Band Phonogranite stellt ihr zweites Album vor

Jodlerin aus Kanada

Phonogranite: Sängerin Sarah Nort, Gitarrist Martin Frobel-Akar (links) und Bassist Jürgen Bock am Kulturbahnhof. Foto: nh

Kassel. Martin Frobel-Akar wusste gleich, dass das mit Sarah Nort nicht passen würde. Der Gitarrist spielte in einer Rock-Band, als sein Keyboarder die junge Frau als neue Background-Sängerin mit an Bord brachte. Frobel-Akar war sich sicher, dass Norts Talent im Hintergrund verschenkt wäre. Heute ist die Kanadierin Frontfrau bei Phonogranite, der Band, die Frobel-Akar und Nort vor sechs Jahren gründeten.

Es passt bestens, wie man auch auf dem zweiten Album „Drinks, Shrinks & Other Disorders“ hört, das die Kasseler morgen im Kulturzentrum Schlachthof vorstellen. Norts gewaltige Stimme erinnert ein bisschen an Alanis Morissette. Die Musik, die Frobel-Akar, Jürgen Bock am Kontrabass und wechselnde Schlagzeuger spielen, ist jedoch viel mehr als Mainstream-Pop.

Grooviger Akustik-Rock trifft auf Folk und Pop-Melodien. Norts Stimme steht immer im Vordergrund. In „My Anatomy“ jodelt die Übersetzerin sogar, die auf einer Farm in Nordamerika aufgewachsen ist. Auch darum drehen sich ihre lyrisch anspruchsvollen, englischen Texte.

Es ist beachtlich, was das Trio in seiner Freizeit auf die Beine stellt. Frobel-Akar etwa, der einst zum Studium nach Kassel kam, ist auch noch Architekt und Familienvater. Mit Nort hatte der 41-Jährige einst übrigens eine Indierock-Band gründen wollen. Erst als sie in der Küche auf der Gitarre schrammelten, merkten sie, wie cool Akustik-Folk klingt und wie gut sie zueinander passen.

Release-Konzert: Freitag, 21 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstraße 10-12. Das Album „Drinks, Shrinks & Other Disorders“ gibt es über www.phonogranite.com

Von Matthias Lohr

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