Kasseler Kammerorchester Louis Spohr feiert Zehnjähriges mit Jubiläumskonzert

Mit vollem Einsatz dabei: Die Musiker des Kasseler Kammerorchesters Louis Spohr. Foto: privat/nh

Kassel. Wer anders als Louis Spohr, der berühmte Geiger, Komponist und Kasseler Musikheroe, käme als Namenspatron für das Kammerorchester infrage, das sich vor zehn Jahren in dieser Stadt gegründet hat.

Inzwischen ist das Ensemble, das Spohrs Namen trägt, ein fester Bestandteil des Kasseler Musiklebens. Am Samstag feiert das Kammerorchester Louis Spohr, das sich mit seinem engagierten und hochklassigen Spiel viele Freunde gemacht hat, in der Martinskirche sein zehnjähriges Bestehen mit einem festlichen Konzert.

Als der damalige Solocellist des Staatsorchesters Wolfram Geiss vor zehn Jahren einige junge Orchesterkollegen fragte, ob sie Interesse an der Gründung eines Streich- oder Kammerorchesters hätten, stieß er sofort auf begeisterte Zustimmung. Die Konzertmeisterin Katalin Hercegh und der Bratschist Joachim Schwarz gehören mit Geiss zu den Gründungsmitgliedern des Kammerorchesters Louis Spohr und bilden bis heute dessen künstlerischen Beirat.

Katalin Hercegh

Mit einem Weihnachtskonzert in der Friedenskirche stellte sich das Ensemble 2006 erstmals vor. Schon damals spielte man ohne Dirigent und setzte sich zum Ziel, neben erfahrenen Orchestermusikern auch junge begabte Musiker zu integrieren, die so Erfahrungen in professioneller Orchesterarbeit sammeln könnten.

Inzwischen hat sich das Orchester, das von Katalin Hercegh vom ersten Pult aus geleitet wird, mit zahlreichen Projekten etabliert. 2009 erhielt es den städtischen Kulturpreis und nahm (mit dem Dirigenten Roberto Paternostro) seine erste CD auf: Freimaurermusik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Seit 2010 ist das Orchester regelmäßig Gast bei den Kasseler Musiktagen. In diesem Herbst übernimmt das Ensemble den Orchesterpart bei der Barockoper „Los Elementos“, die das Staatstheater in Kooperation mit den Kasseler Musiktagen herausbringt.

Die aktuelle Konzertreihe des Kammerorchesters Louis Spohr im Südflügel des Kulturbahnhofs mit Musik unterschiedlicher Länder wird mit renommierten Gastsolisten bestritten. Dabei spricht das Orchester mit neuen Konzertformen und Auftrittsorten gezielt ein junges Publikum an, so zuletzt in der Kasseler Weinkirche bei Auftritten zusammen mit dem DJ E-Oma.

Das Konzert 

Im Jubiläumskonzert am Samstag erklingt festliche Trompetenmusik. Dafür wurde der Startrompeter Reinhold Friedrich gewonnen, der vom Solotrompeter des Staatsorchesters, Max Westermann, begleitet wird. Friedrich stellt als Uraufführung die Neufassung des Stücks „Gilgul“ des italienischen Komponisten Luca Lombardi (70) vor. Außerdem sind Werke von Antonio Vivaldi, Ulli Götte und anderen zu hören. Samstag, 18 Uhr, Martinskirche. Karten: www.kammerorchester-louis-spohr.de und www.adticket.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.